MODEMYTHEN

Modemythen // SS 2010 // Hauptstudium

Keine andere angewandte Kunst lebt in ihrer öffentlichen Ausstrahlung so sehr von ihren Mythen wie die Mode. Alle Mechanismen, die nach dem eigentlichen Entwurfsprozess einsetzen wie Produktion, Mar­keting oder Kommunikation werden bewusst tabuisiert, um das stereotype Ideal des auto­nomen Designers nach Aussen hin aufrecht zu erhalten. Der Schwerpunkt lag in diesem Projekt auf der Analyse dieser Schritte, so dass industrielle Fertigung, Preiskalkulation oder Präsentation bewusst eingesetzt werden, um die Intention des Ausgangsgedanken des Entwurfes nicht zu schwächen sondern zu stärken.

Das Ziel des Projektes bestand in der Ausarbei­tung einer Silhouette die exemplarisch für eine gesamte Kollektion alle erarbeiteten Facetten repräsentiert. Somit wurde die eigene Hand­schrift nicht nur im Entwurf, sondern auch in der weiteren professionellen Aufarbeitung bis zum verkäuflichen Produkt geprägt. Studierende präsentierten in Ihrer Abschlusspräsentation neben der realisierten Outfits auch eigens entwickelte Lookbooks, Labels, Hänge-Systeme, Shop- und Inszenierungskonzepte, Pressetexte und Fotos zur Kollektion.

Lehrende: Prof. Stephan Schneider // Dipl. Des. Jana Patz // Dipl. Des. Silvia Schüller

Gast: Dr. Ingeborg Harms

// fotos: Stefan Heinrichs