Ronja Biggemann

178103075114 | 2021 | Ba Modedesign

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Ich passe nicht rein, weder buchstäblich, noch im übertragenen Sinne.
Es ist aber meine Schuld, dass ich nicht reinpasse.
Ich habe alle Möglichkeiten und kann alles möglich machen, also habe auch ich versagt, wenn etwas nicht möglich ist.

Nicht das Produkt ist falsch oder die Art und Weise, wie es gemacht wurde, sondern ich.

Wie soll ich etwas passend machen, das nicht passt?
Wie soll ich etwas gleich machen, das nicht gleich ist?
Wieso muss in unserer Vergleichskultur alles miteinander verglichen werden?
Hat mein Körper die Berechtigung als eigenständige Form, ohne Bezug zu einem Ideal verstanden zu werden?

In meiner Kollektion beschäftige ich mich mit den formal-ästhetischen Qualitäten, die nur ein realer Körper besitzen kann. Mein Körper soll dabei als Stellvertreter für alle anderen realen Körper verstanden werden, die sich nur darin gleichen, dass sie nicht gleich sind.

I do not fit in, both literally and figuratively speaking.
But that’s my own fault.
We’ve got all possibilities, and we can make everything possible, so it’s me who fails, if something is not possible.

It’s not the product that’s faulty, or the way it’s been made, but me.

How can I make something fit, that doesn’t fit?
Why do we equalize something that isn’t the same?
Why do we have to compare everything in this comparative culture?
Can my body be recognized as an autonomous shape, without reference to an ideal?

In my collection, I examine the qualities of a physical body in their aesthetic form. My own body should be seen as representative for all other real bodies, that are just similar in not being the same

Created in consultation with: Prof. Dr. Ingeborg Harms  / Prof. Jozef Legrand / Prof. Wowo (Waldemar) Kraus

Fotos: Moritz Haase