Falten(ent)werfen

Open to:
BA ab 5. Semester Mode und Produkt

Max. 8 Studierende

Fächergruppe:
Technologie

Termine:
Blockseminar 26.02.-07.03.2023 + 11.03.2024
Strasse des 17. Juni 118
Raum 312

Lehrende:
Prof. Dr. Berit Greinke
Lehrbauftragte: Barbro Scholz

Enrol on Moodle.

Einführung in zwei handwerkliche Techniken des Faltens von Textilien: Plissieren und (Kanadisches) Smocken.

In der ersten Woche werden die Techniken anhand von Übungen und Proben erlernt. In der zweiten Woche arbeiten die Studierenden vertiefend an einer der zwei Techniken im Rahmen eines kleinen eigenständigen Projekts.

Die Ergebnisse werden am 08.03.2024 präsentiert. Eine Dokumentation muss bis zum 29.03.2024 eingereicht werden.

Ergebnisse:

  • Serie textiler Proben (Woche 1)
  • Selbst-initiierte Vertiefung einer der zwei Techniken (Woche 2)
  • Abschlusspräsentation
  • Dokumentation (digital oder analog)

 

Plissieren – Pleating

Das Plissieren ist ein altes Handwerk, bei dem Stoffe in dreidimensionale Formen gefaltet werden, um ihnen plastisches Volumen und Bewegung zu verleihen. Stoff wird in Formen aus feuchtigkeitsbeständigem Papier eingelegt und anschliessend je nach Material unterschiedlich lange gedämpft. Auch heute noch wird in spezialisierten Werkstätten von Hand plissiert. Es ist ein arbeitsreicher Prozess, der Geschicklichkeit und ein enges Zusammenspiel zwischen Handwerker*in und Material erfordert, um qualitativ hochwertige Falten zu erzielen.

Anhand von Samples erlernen Studierende das Vorbereiten der Formen, Einfalten der Stoffe, Verpacken und Dämpfen.

Pleating is an ancient craft where fabric is moulded in three-dimensional forms to acquire sculptural volume and movement. The moulds are made from moisture-resistant parchment paper so the fabric can be sandwiched between them and steamed for a length of time that varies depending on the material. Even today still manually produced in specialised workshops, pleating is a laborious process, requiring an intimate interaction between crafter and materials to accomplish folds of high quality.

Through sampling, students learn how to prepare moulds, and how to sandwich, package and steam the fabric.

Smocken – Smocking

Smocking is an embroidery technique to produce stretchability in garments, which was invented before elastic fabrics (like jersey or tricot) were available. To manipulate the fabric, geometrically distributed dots are connected with a decorative stitch (English smocking). For a three-dimensional variation, the dots are connected on the back side of the fabric (Canadian smocking). The resulting elasticity depends on the distance of the stitches and the depth of the folds.

Through sampling, students learn how to prepare textiles, how to implement different patterns in Canadian Smocking, and about the effects created by patterned fabrics.

Smocking ist eine Sticktechnik, mit der Dehnbarkeit in Kleidungsstücken erzeugt wurde bevor es elastische Stoffe (wie Jersey oder Trikot) gab. Der Stoff wird bearbeitet indem geometrisch verteilte Punkte mit einem Zierstich verbunden werden (englisches Smocking). Für eine dreidimensionale Variante werden die Punkte auf der Rückseite des Stoffes verbunden (kanadisches Smocking). Die resultierende Elastizität hängt vom Abstand der Stiche und der Tiefe der Falten ab.

Anhand von Samples erlernen Studierende das Vorbereiten der Textilien, das Umsetzen verschiedener Muster im Canadian Smocking und die Effekte durch gemusterte Stoffe.