Ausschreibung: Master Design 2018/2019

CALL FOR APPLICATIONS 2018
Master Interessierte finden ab sofort unter folgendem Link die
>> Master Ausschreibung 2018 <<
Bewerbungszeitraum ist der 01.03. – 01.04.2018.

 

AUFNAHMEVERFAHREN MA DESIGN:

Bis spätestens 01.04. ist die schriftliche Bewerbung mit dem Anmeldeformular und den angeforderten
Unterlagen vorzunehmen. Wichtig: Es zählt der Eingang der Bewerbungsunterlagen, nicht der Poststempel.

Weitere Informationen finden Sie hier: Bewerbung MA Design
Das Formular für die Anmeldung finden Sie hier: Online Formular zur Bewerbung
Mai: Versand der Einladungen / Absagen zum Auswahlgespräch
Mai oder Juni: Auswahlgespräche an der UdK Berlin
Juli: Benachrichtigung

Für Rückfragen zum Studiengang und weitere Informationen melden Sie sich gern unter: master-design@udk-berlin.de
Fragen zu der Anerkennung von Zeugnissen aus dem Ausland bitte direkt an Uni Assist richten.
Bitte beachten Sie das bezüglich der Bewerbung für den Master keine Mappenberatungen angeboten werden.

 

WE ARE IN THIS TOGETHER   |    MA DESIGN THEMA 2018

1 – CALL FOR APPLICATIONS

PRODUKTDESIGN UND INTERKULTURALITÄT

Alles ist im Fluss. Grenzen sind in unserer kontemporären Welt in ständiger Bewegung:

  • Phänomene wie die globale Arbeitsteilung und Mobilität sowie weltweit vernetzte digitale Kommunikationstechnologien machen eine erneute Auseinandersetzung mit dem kulturell Anderen nötig. Gleichzeitig gibt es Regionen mit stark eingeschränkter Entwicklung, eingegrenzter Mobilität oder kriegerischer Zerstörung und daraus resultierende regionale aber auch internationale Migrationsbewegungen.
  • Globalisierung und sich verändernde ökonomische, politische und gesellschaftliche Strukturen haben neue Kulturen entstehen lassen und bestehende verändert. Kulturen nähern sich an, distanzieren, überlagern und durchdringen sich (lokal – global, ländlich – urban, alt – jung, konservativ – progressiv, arm – reich, traditionell – (post)modern, anthropozentrisch – extra-terrestrisch).
  • Auch die Produktionsmittel, -bedingungen und deren Konsequenzen ändern sich: Industrie und Handwerk stehen nicht mehr nur im Gegensatz, sondern bilden Verknüpfungen. Digitalisierung und neue Produktionsketten ermöglichen Dezentralisierung, regionale Produktion bei globaler Verfügbarkeit, kleine Produktionseinheiten, Mass-Customisation und Open Source Development. Gleichzeitig stellen sich neue Herausforderungen durch Beschleunigung, weitreichende Automatisierung, die Veränderung von sozialen und ökonomischen Gefügen und die Verknappung von Ressourcen.

Wie entwickeln sich darin die Positionen und die Praxis der DesignerInnen? SpezialistInnen oder GeneralistInnen? ProblemlöserInnen oder ProvokateurInnen? ForscherInnen und EntwicklerInnen oder ProduzentInnen und VermarkterInnen? SolistInnen oder Co-AutorInnen? Wie experimentieren und operieren wir mit Materialien, Techniken, Methoden, Strategien und Produkttypologien, und wie integrieren wir neue Umgangs- und Lebensweisen? Wie gehen wir um mit diesen Herausforderungen, mit Grenzen und grenzenlosen Möglichkeiten, wie mit den Schönheiten und Risiken, Stärken und Schwächen der traditionellen, zeitgenössischen und neu entstehenden Kulturen? Welche sinnstiftenden oder sinnvollen Produkte und Projekte sind gefragt, die im Sinne eines umfassenden Designbegriffs Relevanz entwickeln können?

 

MODEDESIGN UND INTERKULTURALITÄT

Die Geschichte der Bekleidung ist geprägt von transkulturellem Austausch und von einer Faszination gegenüber dem ästhetisch Anderen. Handelsrouten, politische Verflechtungen und Legislative haben historisch zu diesem Austausch ebenso beigetragen wie lokale Eigenarten und Interpretationen importierter Ästhetiken, Techniken und Rituale. Gleichzeitig koexistieren Gemeinschaften, die sich in Brauchtum und Bekleidung deutlich voneinander unterscheiden.

Im Fokus des Masters in Modedesign soll die Auseinandersetzung mit Bekleidung aus transkultureller Perspektive stehen. Grundlage hierfür werden Beobachtungen, Untersuchungen und der kritische Umgang innerhalb der Disziplin bilden.

Im Spannungsfeld zwischen kulturellem Essentialismus und einer transkulturellen sowie fluiden Praxis soll der kulturelle Austausch als Chance verstanden werden, dem mit Respekt, Empathie und auch Humor begegnet werden kann. Wie zeigen sich etwa religiöse oder politische Überzeugungen in Bekleidung, wie sieht der Umgang mit kulturellem Gut im Modedesign aus, welche Techniken und Stereotypen haben sich daraus ergeben und welche Hürden begegnen dem Modedesign im Kontext kultureller Aneignung?

 

 

Alle wichtigen Informationen zur Bewerbung und zur Struktur des Studiengangs finden Sie in den folgenden PDFs: