Choice

Choice // WS 2011/12 // Kurzzeitprojekt

Schon lange geht es für den Modedesigner nicht nur darum ein Kleidungsstück oder eine Kollektion zu gestalten, sondern immer wieder um den Entwurf eines Gesamtkonzepts. Stylisten, Einkäufer und Besitzer von Geschäften sind in dieser Welt zu Kuratoren und Kreativdirektoren geworden, die mit ihrem Geschmack eine Wahl treffen, die das Bild des Designers oder das der jeweiligen Marken prägen.Conceptstores werden zu Museen des Konsums, weil sie eine Entsagung des Konsums zelebrieren und ihn gleichzeitig überhöhen.In diesem Widerspruch werden Kontexte erzeugt, die Kleidung in einen gesamtästhetischen Zusammenhang von Lebenswelten, zwischen Tasse, Buch oder Parfum bringen. Einerseits feiern sie Mode als eigentlichen Dreh und Angelpunkt unseres Lebens andererseits sind diese Orte bemüht Mode mit anderen Design -und Kunstdisziplinen aufzuwerten. Hierbei geht es immer um die Frage wie Objekte des Alltags eine magische Aufladung erfahren um zu Reliquien eines vergänglichen Hier und Jetzt werden.

 Eine Auseinandersetzung mit dem Begriff Exklusivität wird in diesem Kontext zum wesentlichen Bestandteil des Produktes an sich. Wann ist etwas exklusiv, wie kann ich es exklusiv gestalten und welche Parameter helfen mir dabei, sind die Fragen die sich der Gestalter somit stellt.

Vor dem Hintergrund dieser Fragestellung sollten Produkte entwickelt und gestaltet werden, die eine eigenständige Positionierung in diesem Feld widerspiegeln. Das Projekt gliederte sich in individuelle Phasen, in denen die eigenen Konzepte im Fokus stehen und Phasen, in denen in der Gruppe an einer gemeinsamen Präsentationsform gearbeitet wurde.

Neben der Entwicklung einer Produktserie zum Thema ‚Exklusivität’ wurde das Konzept für eine Verpackung und die Inszenierung der fertigen Produkte erarbeitet.

Lehrende: Gast Prof. Sebastian Maria Fischenich // Silvia Schüller