Schreiben – als künstlerische Forschung | Prof. Dr. Kathrin Busch

Schreiben gehört heute zur künstlerischen und gestalterischen Tätigkeit ganz selbstverständlich mit dazu. Die Fähigkeit, über Ideen und Entwürfe nicht nur zu sprechen, sondern auch zu schreiben, wird überall vorausgesetzt. Aber nicht erst die Vermittlung der eigenen künstlerischen Position ist an das Schreiben-Können gebunden, schon im Entwurfsprozess werden Einfälle notiert und das Schreiben genutzt, um eigene Ideen zu klären oder zu entwickeln. Hier ist die Arbeit an Worten und Konzepten untrennbar mit der ästhetischen Praxis verbunden. Welche Formen des künstlerisch-forschenden Schreibens gibt es? Wie artikuliert sich das Denken in Nachbarschaft zu den Künsten? Welche Stile werden entwickelt, welche Erfahrungsweisen aufgerufen?

Im Seminar soll das Schreiben als Teil der künstlerischen Praxis reflektiert und eingesetzt werden. Zum einen werden Texte behandelt, die in einem dritten Raum zwischen Literatur und Wissenschaft angesiedelt sind. Neben Texten der so genannten Autofiktion werden Künstler*innentexte besprochen und essayistische Schreibweisen in der Theorie behandelt. Zum anderen werden kurze Texte zur eigenen Arbeit entwickelt und das Schreiben als eine Form zwischen künstlerischer und theoretischer Praxis erprobt.

Mit Texten u.a. von Roland Barthes, Donna Haraway, Jutta Koether, Fred Moten, Maggie Nelson oder Simone Weil.

Prof. Dr. Kathrin Busch

BA ab 5. Semester

Freitag: 13-16h

Beginn: 16.4. 2021

Ort: https://meetings.udk-berlin.de/b/kat-e2j-o1n-rzk