MODEDESIGN BA

Liebe Studierende,

die aktuelle Situation bindet uns an unser Zuhause, unsere Wohnung, unsere WG Zimmer. Wir haben von Vielem weniger und von Manchem vielleicht mehr. Die Pandemie verschiebt weltweit das, was wir gewohnt waren.   Das Sommersemester wird am 20. April starten – zunächst ohne Präsenz. Die Umstellung auf Online-Lehre ist herausfordernd, wird in Teilen sicherlich provisorisch und experimentell sein. Lassen wir uns darauf ein und sehen es als eine gemeinsame Testphase für Dinge, die wir sonst nie probiert hätten. Materielles wird sich stärker ins Synthetische verschieben. Nähe durch Ferne ersetzt. 3D werden wir stärker 2D verhandeln und erleben müssen. Trotzdem. Wir wollen diese ganz besondere Zeit nutzen, um eine ganz eigene modespezifische künstlerische Auseinandersetzung zu führen, das Handwerkliche nicht zu kurz kommen lassen und gemeinschaftlich auch noch Gutes tun. 

Das Institut hat im letzten Sommersemester eine wertvolle Sammlung von Tischdecken geschenkt bekommen. Es sind alles Unikate, die unterschiedlichst bestickt und gestaltet sind. Wir wollen das „Gegebene“ nutzen, um wieder etwas zu „Geben“. Als gemeinsamen Ausgangspunkt erhält jeder Modestudierende zwei Tischdecken dieser Sammlung mit dem Auftrag, diese neu zu denken, be- oder umzuarbeiten u.v.m. Ziel ist, mit den entstandenen „Werken“ am Ende des Sommersemesters in einer konzertierten Aktion (Veröffentlichung, Auktion, Ausstellung etc.) Spendengelder zu generieren. Wir werden gemeinsam entscheiden, wem diese zu Gute kommen sollen.

Die Auseinandersetzung und Bearbeitung der Tischdecken ist integrativer Teil der jeweiligen Entwurfsprojekte. Jedes Lehrendenteam wird eigene Schwerpunkte setzen, so dass am Ende ein Projekt entsteht, dass individuell, kollaborativ und sozial engagiert ist. 

 

 

// BEWERBUNG //

Bekleidung ist eine gestalterische Sprache und ein kollektives Gedächtnis, das Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft einschließt und repräsentiert. Das heißt, sie ist nicht von historischen und gesellschaftlichen Entwicklungen losgelöst. Bekleidung kann einer bestimmten Zeit zugeordnet werden, bzw. ist geprägt von einer Zeit und ihren spezifischen und gesellschaftlichen, politischen und gestalterischen Entwicklungen.

Die Aufgabe des Modedesigners ist es, einen wegweisenden Ausdruck für die eigene Zeit zu suchen und diese dadurch mit zu gestalten. Diesen Ausdruck im Objekt festzuhalten ist eine strategische Aufgabe, deren komplexe Arbeitsprozesse gezielt geplant und gedanklich nachvollziehbar sein müssen. Beliebigkeit innerhalb dieses Prozesses schwächt die künstlerische Glaubwürdigkeit und somit den ideellen Mehrwert des Produktes.

Den persönlichen Ausdruck dieses ideellen Mehrwerts zu definieren, zu entwickeln und plausibel darzustellen steht im Fokus der Ausbildung zum Modedesigner an der Universität der Künste Berlin. Der Design Prozess bildet den strukturellen Rahmen für die Bearbeitung unterschiedlicher Projektthemen innerhalb des Projektstudiums sowie die interdisziplinäre Verknüpfung mit spezifischen Studienfächern. Im Gegensatz zu Lehrmethoden und Lernzielen anderer Hochschulen oder privater Institutionen soll keine vordefinierte Entwurfssprache von den Studierenden adaptiert werden, sondern es wird der gesamte Designprozess von der Recherche und Ideenfindung bis hin zur Präsentation im Sinne eines experimentellen, nicht standardisiert erprobten Arbeitens auf einer hochwertigen technischen, technologischen sowie wissenschaftlichen Basis vermittelt.
Die Vielfalt und Qualität an Lehr- und Werkstättenangebot im Studiengang, sowie die Möglichkeit fachübergreifender Kooperationen sind dafür essentiell, da zielführendes experimentelles Arbeiten, sowohl fundierte breitgefächerte Kenntnisse, als auch fachspezifische Vertiefungen, erfordert.
Diese Art der Lehre befähigt unsere Absolventen fundiert zu Recherchieren, interdisziplinär zu Denken und zu Verknüpfen, Qualität zu Definieren und einen eigenen künstlerischen Ausdruck zu finden und zu vermitteln. Qualitäten , die man als Modedesigner lernen und erfahren muss.

Das Studium ist in einen 4-jährigen Bachelor- und einen darauf aufbauenden 1-jährigen Masterstudiengang gegliedert. Die Zulassung zum Studium setzt das erfolgreiche Bestehen der künstlerischen Eignungsprüfung und den Nachweis eines fachlich relevanten Vorpraktikums voraus. Die Aufnahme erfolgt einmal jährlich zum Wintersemester.

Kontakt: 
Anja Holle
 // 030-31852016 //


 

 

// APPLICATION //

ENG: Clothing is a design language and a collective memory, which includes and represents the past, present, and future.

This means that it is not independent of historic and societal developments. Clothing can be assigned to a certain time or is characterized by time and its specific and societal, political, and design developments. The job of the fashion designers is to search for a groundbreaking expression for their own time and to thereby shape this time. Capturing this expression in an object is a strategic task, and its complex work processes must be purposefully planned and clearly understandable. Randomness within this process weakens the artistic credibility and thus the conceptual additional value of the product.

Defining, developing, and plausibly portraying the personal expression of this conceptual additional value is the focus of the fashion designer curriculum at the Universität der Künste Berlin. The design process provides a framework for dealing with various topics within the project studies, as well as for interdisciplinary links to specific subjects. In contrast to the teaching methods and learning goals of other colleges or private institutions the students are not expected to adapt a predefined design language. Rather, the entire design process, from research and brainstorming to presentation in the sense of experimental, non-standardized work is presented utilizing the highest quality technical, technological, and scientific principles. The diversity and quality of the teaching and workshop program in the course of study, as well as the possibility of interdisciplinary cooperation are essential for this, as goal-oriented, experimental work requires a broad base of knowledge as well as subject-specific specialization. This type of teaching enables our graduates to conduct well-founded research, to think and draw conclusions in an interdisciplinary manner, to define quality, and to find and convey their own artistic expression. Qualities that a fashion designer must learn and experience.

The study is divided in a 4-year bachelor’s course and a 1-year master course building upon it. The licensing to the study assumes the successful passing of the artistic aptitude test and the proof of an in this subject relevant pretraining internship. The admission occurs once a year to the winter term.

Contact: 
Anja Holle
 // +49(0)30-31852016 //