Archiv der Kategorie: Allgemein

OPEN & CHANGE

„OPEN & CHANGE“

Workshop
Max. 15 Teilnehmer

Moderation
Caroline Paulick-Thiel

Termin
Samstag, 24.09.2016
10.00 – 19.00

Raum
Str. d. 17 Juni, Raum 203

Anmeldung

Kooperation
nextlearning
edgeryders

Eine der größten, aktuellen gesellschaftlichen Herausforderungen ist die Frage, wie nachhaltige, soziale Gesundheitsfür- und vorsorge bereitgestellt werden kann.

Wir glauben, dass die Antwort darauf in einer integrativen Vernetzung lokaler Gesundheits- und Vorsorgeangebote liegt, welche basierend auf „open source“ Wissen und Technologien, die individuellen Bedürfnisse der Empfänger und die Anforderungen der jeweiligen Gemeinschaft und Nachbarschaft in den Mittelpunkt stellt.

In Berlin leisten eine Vielzahl lokaler Projekte und Inititativen einen wichtigen Beitrag zu innovativen Für- und Vorsorgekonzepten für mehr Lebensqualität, Teilhabe und Vielfalt, machen gesunde Entwicklung erlebbar, ermöglichen generationsübergreifende Fürsorge durch Zeit- und Ressourcentransfer, wirtschaften solidarisch kleinräumig in Nachbarschaften und verbinden neue Technologien mit Orten gesunder Entwicklungen .

In unserem OPENandChange Workshop, den wir in Kooperation mit Edgeryders und common grounds e.V. in Berlin organisieren, initiieren wir einen projekt-orientierten Erfahrungsaustausch zwischen Change Agents, die bewusst gesunde Orte gestalten.

Im Workshop vernetzen und mappen wir lokale Projekte, die sich für Gesundheitsförderung, nachhaltige Stadtentwicklung und Bildung, Umweltgerechtigkeit oder Open-Source Lösungen engagieren. Der Fokus des Workshops liegt auf der Identifizierung von persönlich und gesellschaftlich wertvollen Zielhorizonten um so gemeinsam Möglichkeiten in den Blick zu nehmen wie eine strukturelle Vernetzung unterschiedlicher lokaler und globaler Projekte aussehen könnte.

Darauf aufbauend werden wir mit allen, die Interesse haben, eine konkrete Projektidee für ein zukunftsfähiges Gesundheits- und Sozialwesen entwickeln, das auf lokaler und internationaler Ebene Bestand hat. Mit dieser Idee wollen wir uns gemeinsam als diverses Projektkonsortium (Berlin, Brüssel, Thessaloniki) auf die 100 Mio. Dollar Ausschreibung der MacArthurFoundation https://www.100andchange.org/ bewerben und damit ein Zeichen setzen – für Vielfalt, kollektive Intelligenz und Dezentralität.

Für die Teilnahme am Workshop ist eine Anmeldung bis 20.9.2016 per E-Mail an erforderlich. Die Teilnahme ist kostenlos und wird bis spätestens 21.9. 2016 bestätigt. Die Veranstaltung findet in deutscher und englischer Sprache statt. Mehr Informationen zum Projekt: www.openandchange.care . Bei Rückfragen stehen wir unter jederzeit zur Verfügung.

Wir freuen uns auf den Austausch mit Euch!

Herzliche Grüße,

das nextlearning Team

WESSEN WISSEN? Künste. Situiertheit. Materialität.

 

Die Jahrestagung des Graduiertenkollegs
„Das Wissen der Künste“ fragt nach einem Wissen im Plural.

„Wessen Wissen?“ ist einerseits die Frage nach der Heterogenität von Wissensformationen in ihren partikularen und partialen Perspektiven, also nach Situated Knowledges. Damit wird die Vorstellung einer allgemeingültigen, körperlosen, neutralen Objektivität bestritten. Zugleich aber nehmen Situated Knowledges für sich in Anspruch, Erkenntnisse hervorzubringen und zur Verfügung zu stellen. Sie stehen demnach für verkörperte Kenntnisse, die in das Feld des zugelassenen und legitimen Wissens kritisch intervenieren. Daran anschließend wollen wir die spezifische Situiertheit der Künste diskutieren:

Was lässt sich aus solchen Wissenspolitiken für die Künste und ihre Erkenntnisansprüche ableiten? Welche Positionen beanspruchen die Künste im umkämpften Machtfeld des Wissens? Wie greifen sie in die Aufteilungen des Epistemischen ein? Lässt sich ein Wissen der Künste als situiertes Wissen begreifen, insofern es anfechtbare, partikulare und parteiliche Perspektiven einnimmt? Welche Akteur_innen und Institutionen haben einen privilegierten Zugriff auf Wissen in der Kunst? Welche Positionen im Feld der Kunst neigen dazu, ihre Situiertheit zu leugnen?

„Wessen Wissen?“ ist andererseits eine Frage nach den Akteur_innen, den Körpern, Materialien und Technologien, die in künstlerischen Produktions- und Wissensprozessen miteinander interagieren. Diese lassen sich als Übersetzungen und Transformationen beschreiben, in denen Künstler_innen längst nicht mehr die einzigen Subjekte des Wissens sind. Denn in den künstlerischen Praktiken des Entwerfens, Skizzierens, Improvisierens, Modellierens, Probens und Experimentierens entfalten Medien und Materialien ihre je eigene agentielle Kraft. Und doch hat die Wissens- und Wissenschaftsgeschichte in ihren Herausarbeitungen der Situiertheit und Historizität der Wissenschaften die Künste bislang wenig berücksichtigt. Was also können diese epistemologischen Überlegungen für die Künste bedeuten, oder weiter gefragt:

Wie lässt sich über Kunst nachdenken, wenn ihre Produktion als epistemische Praxis aufgefasst wird? Wie greifen künstlerische Subjektivität, spezifische Materialien, Technik und Settings bei künstlerischen Produktionsprozessen ineinander? Haben die Künste aufgrund ihrer Aufmerksamkeit für visuelle, auditive und materielle Prozesse das Vermögen, die impliziten medialen Bedingungen von Wissensgenerierungen zu explizieren? Auf welche Weise bauen Künste neue Wissensordnungen auf, die z.B. als Gegenarchive andere Formen des Zugangs und der Teilhabe ermöglichen, mithin andere Wissensbestände erzeugen?

Konzeption: Kathrin Busch, Christina Dörfling, Ralf Liptau, Kathrin Peters, Ildikó Szántó
Organisation: Christina Deloglu-Kahlert, Leoni Grützmacher, Johanna Heyne

Die Veranstaltung ist öffentlich und kostenfrei. Eine Voranmeldung ist nicht erforderlich.
Mit dankenswerter Unterstützung der Deutschen Forschungsgemeinschaft, des Präsidiums der Universität der Künste Berlin und des Studentenwerks Berlin.

Download Programm (PDF:80KB)

 

 

 

 

 

 

 

 

RUNDGANG 2016

 

Rundgang 2016 – Tage der offenen Tür

Er ist eine feste Größe im Berliner Kultursommer: der Rundgang der Universität der Künste Berlin. Jedes Jahr öffnet die größte künstlerische Hochschule Deutschlands zum Abschluss des akademischen Jahres für drei Tage die Werkstätten, Ateliers, Studios und Probenräume ihrer vier Fakultäten Bildende Kunst, Musik, Gestaltung und Darstellende Kunst sowie des Berlin Career College und gibt der interessierten Öffentlichkeit die Möglichkeit, die jungen Künstlerinnen und Künstler der Hochschule und ihre Arbeiten kennen zu lernen.

Sa 11-20 Uhr / So 11-18 Uhr

Absolventen-Führungen durch Ateliers und Werkstätten: Sa 12 / 15 / 17h und So 12 und 16h
Treffpunkt: Eingangshalle

basislabor design | Foyer, Pavillon 008 und Treppenhaus 1. OG
Prof. Robert Scheipner, Gastprof. Franziska Schreiber (im Basisprojekt Mode), KM Dipl. Des. Johanna Dehio, LB Dipl. Des. Ivo Woijcik

36 Studierende des ersten Jahrgangs zeigen Beispiele aus den Entwurfsprojekten „Klotz am Bein“ (Entwurfsübungen und Catwalk Show, 1. Semester) und „Koffer & Co.“ (Basisprojekt Produkt & Basisprojekt Mode: Entwurfsübungen, Entwurfsentwicklung, Prototyp(en), Editorial, 2. Semester)

Gestalten auf Grundlagen der bildenden Kunst | Raum 002 und 003 
Prof. Jozef Legrand, KM Caroline Bittermann

LIVING ON THE DARK SIDE OF THE MOON
1. Semester: Alle Studierenden haben mittels einer Zufallsstrategie an einem Tag einen persönlichen Lampenschirm entwickelt und später farbig gestaltet.

MY LIFE IS A POP UP STORY
2. Semester: Ausgehend von dem eigenen Leben und 4 Stationen: mein Zimmer, auf dem Weg nach Hause, im Badezimmer, feiern mit Freunden wurde ein räumliches, farbiges Buch entwickelt, das performativ vorgestellt wird.

DOGVILLE
3. Semester Wenn ich einen Hund konzipiere für eine Künstlerin, einen Künstler, ausgehend von deren/dessen künstlerischer Positionierung, Methoden und Strategien im Dialog mit der eigenen, welcher Hund entsteht dann? Eine performative Präsentation.

MEIN PORTFOLIO
4. Semester: Alle bisherigen Projekte werden in ein persönliches Portfolio integriert, das die eigene Persönlichkeit, Talente, Interessen etc. vermitteln soll. 

INDIVIDUELLE KÜNSTLERISCHE DESIGNPROJEKTE
aus dem Bereich Gestalten auf Grundlagen der Bildenden Kunst

A PRETTY LITTLE SHOW (Sonderveranstaltung)
Sa 18., ab 15 Uhr in ca. 4 Blöcken von 30min. mit jeweils 15min. Pause dazwischen.
Studierende aus dem BA- und MA-Studiengang präsentieren in einer Life-Performance und in einer eigens dafür entstandenen Rauminstallation Körperskulpturen, die das Ergebnis sind von einem intensiven Dialog mit dem Oeuvre wegweisender Künstlerinnen.

Hofgarten  Atelierprojekt
Prof. Axel Kufus, Prof. Robert Scheipner, KM Johanna Dehio, In Kooperation mit HochC – Landschaftsplanung
Was bietet ein Hofgarten für ungenutzte Freiräume an gestalterischen Positionen, kulinarischen Experimenten und temporären Gemeinschaften? Zwischen zwei Bauphasen erproben Bachelor-Studierende im Atelierprojekt „Hofgrün“ neue Modelle.
www.design.udk-berlin.de/Hofgruen

Natural Forces – Master Design | Offene Masterateliers
Prof. Wowo Kraus, Prof. Axel Kufus, Prof. Dr. Kathrin Busch, Prof. Jozef Legrand, KM Hanna Wiesener, KM Lars Paschke, KM Johanna Schmeer
Natural Forces, Forced Nature, the Nature of Forces – das diesjährige Masterthema erforscht die Zusammenhänge von Mensch und Natur, Natur und Material unter dem Zusammenspiel der existierenden und/oder auch gestaltbaren Kräfte in 12 unterschiedlichen Positionen.
www.design.udk-berlin.de/master

Raum 009 Metallwerkstatt: ANTHRACITE – Philipp Weber (MA Design) 
Raum 102:  Work – Gesine Försterling (MA Mode), Konglomerate – Sophia Guggenberger (MA Mode), The Forgotten Collection – Anja Lapatsch, Annika Unger (MA Design)
Raum 204: “ – „ – Julius Jacobi (MA Mode)
Raum 213 Bunt- und Edelmetallwerkstatt: “ – „ – Jorge Minano (MA Design)
Raum 214a: “ – „ – Simone Werger (MA Design), Linum – Alicia Sobtzick (MA Design)
Raum 508: BLK – Muyao Zhao (MA Mode)
Raum 509: “ – „ – Jennifer Rippel (MA Mode)

Gips- und Porzellanwerkstatt | Raum 112
Werkstattleitung Dipl.Des. Petra Akrap
„…“ Anna Marszal (Abschlussprojekt BA Design)
Betreuung: Gastprof. Claudia Zachow, Prof. Robert Scheipner, Prof. Jozef Legrand


Extensions of Perception | Raum 117
Prof. Axel Kufus, KM Johanna Schmeer, KM Hanna Wiesener, LB Simon Deeg

Die in den Semesterprojekten „Extension of Perception“ und „Prototyping (Un)Reality“ entworfenen Apparaturen, Messwerkzeuge und Installationen erweitern die sinnlichen Erfahrungen und überführen sie in neue Kontexte. Entwurfsprojekt BA Design 4. – 6. Semester
www.design.udk-berlin.de/idk

PORCELAIN EVOLUTION LAB | Raum 202
Gastprof. Susanne Stauch, Dipl. Des. Laura Straßer, Dipl.Des. Daniel Schulze & Dipl.Des. Petra Akrap
Das PORCELAIN EVOLUTION LAB zeigt Ergebnisse der Auseinandersetzung mit Porzellan und dessen Oberfläche und Struktur als haptisch-funktionale und sinnlich-erfahrbare Schnittstelle zwischen Mensch und Objekt.

WHO CARES? | Designtransfer, Einsteinufer 43, 10587 Berlin
Hacking Utopia – Designkonzepte für soziale Transformation
Es werden Projekte gezeigt, die in Kooperation mit Edgeryders und dem Forschungsprojekt #OpenCare entstanden sind. In interdisziplinären Teams haben sich Studierende des Produktdesign und der GWK mit dem Thema auseinandergesetzt. Die Ergebnisse sind mit Creative Commons Lizenzen Teil des Forschungsprojekts und laufen als Crowdfunding Kampagnen auf StartNext.

Eröffnung: Mittwoch 20. Juli, 19:00
Ausstellung: 21. Juli– 24. Juli, 10:00–18:00

Konzept: GastProf. Susanne Stauch/ID2 & Nadia EL-Imam/Edgeryders
Team: GastProf Dr. Martin Kiel/GWK, KM Sarah-Lena Walf, KM Johanna Dehio, Valentina Karga, Svenja Bickert-Appleby, Ludwig Kannicht, Laura Straßer, Björn Weigelt

INSTÉTERNEL | Raum 402
Prof. Achim Heine, Prof. Valeska Schmidt-Thomsen, Gast-Prof. Stephanie Jasny, Gast-Prof. Mads Dinesen, KM Sarah-Lena Walf
INSTÉTERNEL – An international meeting of high-end and luxury companies and a new generation of design students from the fields of interior, product and fashion design from France and Germany. Five luxury houses from France (members of Comité Colbert) and five high-end companies from Germany (members of Meisterkreis) invited all students to visit their headquarters to widen their view on their particular history, design philosophy and manufacturing processes. 20 students from ENSAAMA Paris were paired with 20 students from UdK Berlin, each team working for a company pair from Germany and France.

Industrial Design – Technologie | Raum 407 Industrial Design – Technologie
Betreuer: Prof. Holger Neumann, Dipl. Des.  Dirk Winkel, LB Steffen Schellenberger, LB Alexander Klombis
Studieninhalte: Arbeitsergebnisse aus dem Grund- und Hauptstudium aus dem WS 15/16 und Ss 2016 zu folgenden Themen:
Protomold
– Rotationsguss
Superstructures – Raumstrukturen
Hock und Bock –Konstruktionen aus Stahlblech
Off the Wall – Kunststoffkonstruktion
Ort: Gebäude Str, Raum 407 und Flurbereich vor R 405, Innenhof.

 


Mode

Raum 306
Schneiderei: Einblicke in die Fertigung von den Arbeiten der Absolventen und Prototypenausstellung.

MAD.MAN.SCIENCE | Raum 309
Prof. Carolin Lerch, KM Lars Paschke
What designers need is knowledge ‘for’ changing the world not knowledge ‘of’ what it is. Scientists want knowledge of what it is. They want to tell us how things are. Designers want to change it. Design is not interested in describing what it is but in changing what it is.

LOCAL INTERNATIONAL | Raum 312
Prof. Valeska Schmidt-Thomsen, Gast-Prof. Philipp Rupp
Das Modedesign-Projekt local international initiiert einen akademischen Austausch zwischen Modedesigner_innen und Studierenden aus Berlin und Bangladesch, einem der international wichtigsten Mode-Herstellungsländer. Ziel des Projekts ist es, ein Bewusstsein für Nachhaltigkeit und fairen Handel in der Mode-Industrie zu schaffen. Mit local international vernetzt das Goethe-Institut Bangladesch, gemeinsam mit der BGMEA University of Fashion and Technology in Dhaka, der weißensee kunsthochschule berlin und der Universität der Künste Berlin Modeschaffende aus Berlin und Dhaka. Im Anschluss an die Forschungsreisen entwickelten die 22 Modestudierenden aus Dhaka und Berlin neue nachhaltige Design-Ansätze.

DENIM  OTAKU | Raum 313
Gast-Prof. Philipp Rupp, KM Jana Patz
Der Begriff Otaku bezeichnet im Japanischen Fans, die von ihrer Leidenschaft besessen sind. Die japanische Kultur zeichnet sich durch ihre Fähigkeit, auswärtige Einflüsse zu verarbeiten und zu transformieren, aus. In kulturellen Transformationsprozessen wurden und werden die Stilelemente analysiert und verfeinert. So wurde auch die Jeans, ausgelöst durch die Faszination der japanischen Jugend der 50er Jahre für alles Amerikanische, in Japan nachgewebt und zur Perfektion gebracht dies führte zur Neuinterpretation und Verfeinerung des ur- amerikanischen Textiles.
Heute gilt japanisches Denim als das beste weltweit. Im Entwurfsprojekt werden traditionelle japanische Kleidung und der Denim mit seinen Kulturhistorischen  Bedeutung Ausgangspunkt für den eigenen Entwurf sein.
Der weltgrößte Denimhersteller VICUNHA hat als Kooperationspartner verschiedenen Denimqualitäten für Experimente und den Entwurf zur Verfügung gestellt.

DENIM, PEPITA, GLENCHECK | Raum 314
Dipl. Des. Christina Kleßmann
Technologieseminar Weben
Variationen von Gewebeklassikern durch Veränderungen von Einzug, Bindung, Farbverflechtung und Material. In diesem Webereiseminar findet eine Übersicht und Recherche zu ‚klassischen’ Gewebebindungen statt. Der Fokus liegt auf der Nacharbeitung dieser ausgewählten Bindungen sowie deren Variationen und Irritationen („Webfehler“).

MENSCHEN AM SONNTAG | Raum 315
Prof. Wowo Kraus, KM Sarah Effenberger                                          

Was bedeutet der Sonntag für unsere heutige Gesellschaft? Was bedeutet „Sonntagskleidung“ oder „Festtagskleidung“ heutzutage für uns? Und zu welchen Anlässen holen wir sie aus dem Schrank? Wie verbringen wir diesen Tag? Und welche Bedeutung hat er, sobald wir über den Tellerrand des „Okzidents“ schauen?

DAS TUCH | Raum 317-318
Dipl. Textildesignerin Julia Kunz
Technologieseminar Drucken/Färben/Handwerkstechniken
Das Tuch: es wird durch sein Design zu einem Halstuch, Kopftuch, Handtuch, Taschentuch…
Die Auseinandersetzung und Entwicklung liegt hier darin das Tuch durch Form, Material, Verwendungen neu zu definieren.

 

Hacking Utopia
Ausstellung

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„Who Cares?“ 
HACKING UTOPIA –  Designkonzepte für soziale Transformation

In Kooperation mit Edgeryders und dem Forschungsprojekt #OpenCare zeigt der designtransfer Projekte interdisziplinärer Teams aus den Studiengängen Produktdesign und Gesellschafts- und Wirtschaftskommunikation: Neue Strategien und Lösungen für die Zukunftsfähigkeit unseres Sozial- und Gesundheitssytems in unserer demographisch sich wandelnden Gesellschaft. Das experimentelle Projektformat definiert Probleme dieses komplexen Kontextes, die kollaborative und partizipative Designstrategien erfordern und für die neue Prozesse, Methoden und Rollen im Design entwickelt werden müssen. Die ausgestellten Ergebnisse sind mit Creative Commons Lizenzen Teil des Forschungsprojekts und laufen als Crowdfunding Kampagnen auf StartNext. 

Konzept: GastProf. Susanne Stauch/ID2 & Nadia EL-Imam/Edgeryders

 
Projects by interdisciplinary teams of students from product design and communication in social and economic context: New strategies for the future viability of our social and health system within our demographical changing society.

Ausstellungseröffnung: Mittwoch 20. Juli, 19:00
Führung: Samstag, 23. Juli, 14:30

Ausstellung: 21. Juli– 24. Juli, 10:00–18:00 im designtransfer, Einsteinufer 43, 10587 Berlin

Mehr Infos auf designtransfer

food dialogue | Berlin – Uruguay

Die meisten Freundschaften beginnen an einem Tisch.
Doch was tun, wenn es keinen Tisch und auch keine Küche gibt
und der gemeinsame Raum mitten in der Stadt?
Anlässlich der 160 Jahre Deutsch-uruguayischen Freundschaft
versammeln sich Architekten, Künstler und Designer aus Montevideo
und Berlin zu einem eintägigen Workshop, um mobile Koch- und
Tischkonstruktionen zu entwerfen.

Gegessen, getrunken und geredet wird noch am selben Abend.
Das Instituto Cervantes bietet dafür als engagierter Partner seinen Außenbereich.
Für ein mobiles sobremesa, über Sprach- und Kontinentalgrenzen hinweg, zu
kulturellen Banden und Freundschaften.

Zum Kosten der empanadas und ausprobieren der Konstruktionen laden wir
alle Interessierten herzlich am fr, den 10.6. um 18h zum Institut Cervantes ein.

Participants:
Federico Lagomarsino (Montevideo-Coordinator)
Gabriel Terrasa (Montevideo)
Nicolás Baririola (Montevideo-BMR)
Johanna Dehio (UdK Berlin)
David Moritz (BTU Cottbus)
Hanna Wiesener (UdK Berlin)
Andreas Heim (Transstruktura)
Natasha Suhova (Transstruktura)
Viktor Hoffmann (Transstruktura)
Wiebke Lemme (Transstruktura)
Luisa Wittkamp (UdK Berlin)
Anna Petersen (UdK Berlin)
Charlotte Marabito (UdK Berlin)
Luisa Rubisch (UdK Berlin)
Yannick Rohloff (UdK Berlin )
Cindy Peng (UdK Berlin)
Liza Schluder (UdK Berlin / Angewandte Wien)
Ayoscha Kortlang (UdK Berlin)
Tillman Vanhöf (UdK Berlin)
Philipp Kleihues (BTU Cottbus)
Jacob Pennington (BTU Cottbus)

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8.2

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Roub | Julius Terhedebrügge

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Roub

Umgeben von Strukturen nehmen wir diese zwar wahr, aber „begreifen“ sie nicht sehr häufig mit unseren eigenen Händen. ROUB ist eine Wandleuchte, die zwei Sinne miteinander  vereint : das Sehen und das Fühlen . Diese Verbindung soll das Benutzen von Alltagsgegenständen und -situationen bewusster werden lassen und intensivieren. Durch die Interaktion mit ROUB kann mit spielerischem Charakter immer die passende Lichtsituation gefunden werden.
Damit ROUB funktioniert, muss man die Oberfläche anfassen ,ertasten ,streicheln. Fasst man über die Leuchte und spürt wenig/keine Struktur , ist das Licht aus bzw. sehr schwach. Streicht man weiter über ROUB und die Struktur wird stärker, so wird das Licht intensiver.

 

Millk | Laureanne Kootstra

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Millk

Das Millk Set ist ein Porzellanprojekt, welches von der holländischen Landschaft inspiriert ist.
Die Niederlande hat eine Bevölkerungszahl von 16,8 Millionen Bewohnern und die Fläche ist 41.534 km‘. Sie hat eine fast zwei mal höhere Bevölkerungsdichte als Deutschland. Mit so einer Bevölkerungsdichte, bekommt Raum eine sehr wichtige Beachtung. Wie sollten man den Raum Gestallten, dass jeder genug davon hat?
Im Vogelblick über der Landschaft der Niederlande, erkennt man in der 2D Form, die interessanten  Strukturen und Mustern, wie die Landschaften gestaltet wurden. Das Milk Set wurde von diesen Linien und Formen inspiriert. Das Frühstück ist wohl die wichtigste und bekannteste Mahlzeit in den Niederlanden, vom Gouda Käse bis zu den Schokoflocken.
Die traditionelle  Milchtasse, welches zum Frühstücken benutzt wird, ist mein erstes Objekt mit dem das Set beginnt.
Das blaue Set ist von Windpark inspiriert. Nicht nur die Landschaft, sonder auch das Meer ist von nicht ausreichender Fläche in den Niederlanden beeinflusst worden. Landwirtschaftliche Flächen und dessen Organisation hat die Muster des grünen Sets beeinflusst. Das pinke Set ist eine representation von die Heide im National Park in die Niederlande auch hier ist das Platz Problem sichtbar.
Diese Ganzen Formen sind Handgemacht. Die Positiven wurden auf ein Gips Drehscheibe gedreht und dann in ein Negativ Form geformt. Das Set ist in verschiedenen Farben, die aus Farbpigment hergestellt wurden. Alle Muster wurden behutsam mit der Hand durch die erste Farbschicht eingeschnitzt.

 

Melu | Clara Poeverlein

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Melu

Eine Leuchte, bestehend aus drei halbkugelförmigen Schirmen, gegossen aus transluzentem Porzellan. Die Lampenschirme sind in der Größe gestaffelt und lassen sich so ineinander drehen. Je nach ihrer Position verändern sich Intensität und Atmosphäre des Lichts. Der Leitgedanke ist das manuelle Spiel mit Licht und Farbe.

Licht beeinflusst den Menschen.
Während unser Tagesablauf früher dem Sonnenlicht angepasst war, sind wir heute viele Stunden am Tag von künstlichem Licht umgeben. Sowohl die Helligkeit als auch die Farbigkeit des Lichts haben Einfluss auf unser Wohlbefinden.

Durch Dimmen kann zwar die Intensität des Lichts reguliert werden, doch bleibt die Lichtquelle an sich unverändert. melu kombiniert verschiedene Faktoren und spielt mit dem Einfluss der einzelnen Schirme aufeinander. Durch das Drehen der Schirme entsteht Veränderungen und es können ganz unterschiedliche Lichtszenarien erzeugt werden. Glasuren beeinflussen die Farbtemperatur und -helligkeit der Porzellanschirme und lassen ein individuelles Farbspiel entstehen.

Die Leuchte erzeugt indirektes oder direktes, warmes oder kaltes, intensives oder gedämpftes Licht und kann sich so verschiedenen räumlichen Situationen, Atmosphären, Stimmungen und Bedürfnissen anpassen.
So spendet diese Leuchte nicht nur Licht, sondern animiert zum spielerischen Umgang mit Haptik und Optik.Die Lampenschirme sind aus „Mont Blanc“ gegossen, einer Porzellanmasse, die nach dem Brand eine hohe Transluzenz und einen cremefarbenen Ton aufweist. Die Gussformen der drei Halbkugeln haben einen Durchmesser von 18, 16 und 14 cm, wobei der Porzellanguss beim Brand um etwa 16% schrumpft.
Der Fuß der Leuchte besteht aus einem runden Sockel aus Eichenholz und einem Messingrohr, in dem die Elektrozuleitung geführt wird. Merkmal der Leuchte ist, dass die Schirme lediglich unten eingefasst sind. Die einzelnen Schirme sind durch Stellringe am Fuß miteinander befestigt.
Für die Glasuren der Porzellanschirme wurden türkise, weinrote und feuerrote Farbpigmente in unterschiedlicher Intensität verwendet.

 

Lecko Mio | Tomma Hinrichsen

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Lecko Mio

Lecko Mio ist eine Kollektion von Tellern, die unsere Esskultur in Frage stellt und neu interpretiert.

Kinder sind unvoreingenommen und stecken voller Neugier, gerade deshalb ist es ihnen ein Riesenspaß nach dem Essen den Teller abzulecken. Doch im Laufe unseres Lebens werden wir durch Benimmregeln in Verhaltensmuster gezwangt, wodurch wir uns von unserem naturlichen Entdeckergeist entfernen.

Wie schmeckt eigentlich Porzellan?

Die Zunge ist ein sensibles Organ, wessen Tastsinn um ein Vielfaches vergrößert. Das Ablecken einer besonderen Struktur ist anregend und schärft die Sinne.
Die Kollektion experimentiert mit verschiedenen Oberflächen von Porzellan, die einen schmackhaften Eindruck machen. In Experimenten und Test wurden die Leck-Qualitaten getestet und auf ihre Wirkung in Kombination mit verschiedenen Gerichten untersucht.

Ob Additiv oder subtraktiv, der Unterschied zwischen Glasur und Bisquit, die Zunge hat Mitspracherecht!

Die Form der Teller ist an der eines Kreisels angelehnt. In der Mitte befindet sich eine Spitze, welche verhindert, dass der Teller richtig stehen kann.
Dadurch, dass er bei konventioneller Benutzung hin und her wackeln wurde, ist der Benutzer dazu angeregt, den Teller in die Hande zu nehmen.

Besteck wird gar nicht erst gereicht, wodurch die Zunge zwangslaufig zur natürlichen Kelle wird.
Lecko Mio ist ein Erlebnis für den Tisch, was Spielraum lässt und ermutigen soll seine Sinne zu kultivieren.

 

Krikos | Hyein Pyo

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Krikos

Auf den ersten Blick könnte man denken, dass die dreizackige Form von Krikos sich von Ästen ableitet.
Das ist teilweise richtig, jedoch bilden die kleinsten bis hin zu den größten Formen ein gemeinsames Bild, das Fraktal.
Ein Fraktal sieht nicht nur Ästen ähnlich, sondern es kommt auch in anderen Bereichen der Natur vor,
wie den Adern eines Säugetieres oder den vielen Armen eines Flusses.
Von dieser Ähnlichkeit mit der Natur wurde dieses Projekt sehr stark inspiriert.
Krikos soll die mit der Natur eng verwobene Struktur des Fraktals mit der Natur widerspiegeln.
Krikos besteht aus verschiedenen Teilen, an deren Enden sich Magnete befinden.
Mithilfe dieser Magneten ist es möglich, dass die Schmuckstücke vielfältig veränderbar sind.
Kombiniert man verschiedene Halsketten mit unterschiedlich langen Teilen, so entsteht nochmal ein komplett neues Gesamtbild.

 

Floorless | Dennis Thong-Nguyen

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FLOORLESS

Wie sauber ist unsere Umwelt?
 Überhaupt: Was ist überhaupt „sauber“, und was ist „dreckig“?
 Was macht unsere Auffassung einer Reinlichkeit aus?

 Sicher ist, daß das Gefühl der Sauberkeit nicht durch Material bestimmt wird:
 Ein hölzernes Schneidebrett nehmen wir als sauberer war, als der Holztisch, auf dem es liegt.
 Dann wiederum ist es keine Seltenheit, Essen auf Schieferplatten zu servieren – und schließlich werden damit Dächer gedeckt.
 Die Keramiken, mit denen wir unsere Tische decken, empfinden wir als reinlicher als diejenigen, mit denen wir unsere Badezimmerböden und -wände decken.

„Reinlichkeit“ wird vielmehr bestimmt durch die Positionierung eines Objekts innerhalb eines Raumes: Die generelle Auffassung vom Boden als „schmutzig“ führt dazu, daß sich ein Objekt sauberer anfühlt, je weiter es in der Raummitte positioniert wird. 
In der Praxis sehen wir das an dem Material, das wir aufeinanderstapeln, um diese Distanz zum Boden zu schaffen: Wir legen Teppiche aus, darauf Tische, auf die wiederum Tischdecken gelegt werden, auf die wiederum Teller über Teller über Teller gestapelt werden – all der Aufwand für ein erhöhtes Gefühl einer „Reinlichkeit“.
FLOORLESS entstand aus der Idee, diese Grenzen innerhalb des Raumes ein wenig zu verschieben:
 Wie kann man die allgemeine Auffassung dieser Reinlichkeit auf die Probe stellen?
 Wenn Reinlichkeit eine Frage des Kontexts ist, was würde geschehen, verbände man zwei Objekte, die in dem Zusammenhang völlig gegensätzliche Assoziationen auslösen – wie beispielsweise Geschirr mit Fliesen? 
Diese konkrete Grenze zu verschieben, gibt es zweierlei Möglichkeiten: Entweder man bewege die Fliesen vom Fußboden weg und in den „Bereich der Reinlichkeit“, oder man bringe das Geschirr zu Boden und läßt die Leute wortwörtlich „vom Boden essen“.

 FLOORLESS bedient sich beider Methoden und verschmilzt Geschirr mit Bodenfliesen, um die gewohnte Auffassung von Reinlichkeit infrage zu stellen und nochmals auf den Prüfstand zu stellen.

 

Dancer Vase | Markus Koistinen

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Dancer Vase

DANCER VASE is a series of kinetic and performative sound objects made out of porcelain. The series consists of experiments based on one mother form inspired by human body. With the experiments I wanted to question how objects relate to our physical properties and  how could a vase be made into a musical instrument – from a static container to a dynamic, performative object.

for sounds, video and more info:
www.markuskoistinen.com

DANCER VASE Performances:
Porcelain Evolution Lab exhibition opening, Berlin 23.4.2016
“From Inner Space #5” at Betakontext, Berlin 27.5.2016


By casting and cutting the DANCER VASE form in various ways I created instruments each with a unique sound.
UDU is made by cutting a hole on the side of the vase. By tapping and covering the holes with fingers one can play melodies within a range of five notes.
THE BELLS were made by cutting the vase in two. The horizontally cut halfs make a bell like sound.THE TONGUE is made by cutting slits on to the vase. It is played with small balls inside the vase and make a rattling, shaker type of sound.
THE VASE itself can be played by tapping on the hole or on the center of the bottom.

 

3DMosaike | Parinaz Jabirian

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3DMOSAIKE

In meinem Projekt habe ich mich entschieden, mit geometrischen Formen zu arbeiten. Meine Inspirationen waren Mosaike in alten Tempeln oder Moscheen. Ich komme aus einer Kultur, in der Mosaike einen sehr wichtigen Platz in der Architektur einnehmen. Aufgrund der introvertierten Eigenschaft östlicher Architektur, zieren dort in vielen      Gebäuden und Denkmälern Mosaike das Innere.Diese sind häufig von einer Einfachheit und der Wiederholung monotoner Motive geprägt. Vor diesem Hintergrund wollte ich in meinem Projekt Mosaike dreidimensional, also räumlich neben einander bringen lassen. Die wichtigste Dimension ist hierbei der Winkel der Formen, sodass sich die Mosaike trotz ihrer unterschiedlichen Formen exakt ineinander fügen.
Dem Konzept der dreidimensionalen Mosaike liegt die Idee zugrunde, dass die Mosaike sowohl nebeneinander, als auch aufeinander gesetzt werden können. Neben der Ästhetik und der Attraktion, die diese Formen zusammen entwickeln, haben sie auch unterschiedliche Funktionen. Man kann sie – je nach Bedürfnis – in verschiedenen Bereichen nutzen, so z.B. als Pflanzentopf, Stiftständer, Kerzenhalter, für Lebensmittel etc.

 

Scaresse | Patrick Palcic, Christelle Duflot

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Scaresse

In Zusammenarbeit mit Lorenz Bäumer Joaillerie – Walter Knoll

Für einen Hersteller von Polstermöbeln ist die Tierhaut wichtiges Element der Veredelung. Die Umhüllung des Möbels mit Leder lässt es wertvoll und beständig erscheinen. Juwelen dagegen haben direkten Kontakt zur menschlichen Haut. Sie ist Sinnesorgan und unmittelbarer Hintergrund der Darstellung von Schmuck. Die Arten, sich zu schmücken haben sich verändert. Der Eingriff des Menschen ins Selbstdesign scheint erst am Anfang zu stehen.
Wir haben an Möbelleder die Wirkung verschiedener handwerklicher Verfahren wie Schneiden, Nähen, Branding, Piercing und Tattoos sowie eine Kombination dieser Techniken ausprobiert. Feuchte Tierhäute haben wir über Strukturen gespannt und trocknen lassen, um eine Reihe von Objekte mit eigenem Volumen zu erzeugen. „Scaresse“ ist eine Leuchte mit einem Schirm aus manuell bearbeitetem Leder.

Philomèle Nachtigall | Marie Radke, Julia Bialas

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Philomèle Nachtigall

In Zusammenarbeit mit Lorenz Bäumer Joaillerie – Walter Knoll

Die Haut überträgt Impulse direkt an den menschlichen Körper. Wenn wir müde sind und uns auf einem bequemen Sessel ausruhen, spüren wir gleichermaßen das Leder wie auch die Entspannung unseres Körpers. Mit „Philomèle“ wandert dieses Entspannungsmoment vom Einrichtungsgegenstand zum individuellen Bestandteil der Bekleidung.
Das modische Accessoire ist ein Schmuck zum Ausruhen. Ein stabiler Halsreif aus Messing wird mit einem Element verbunden, das seitlich zum Kopf befestigt und mit weichem Leder gepolstert ist. Es steht uns als komfortables Ruhekissen in einer hektischen Welt immer dann zur Verfügung, wenn wir es brauchen.

Echo Cell | Hyunjeong Kim, Lisa Ingrassia

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Echo Cell

In Zusammenarbeit mit Lorenz Bäumer Joaillerie – Walter Knoll

Das Leben ist eine Aneinanderreihung wertvoller Momente und persönlicher Erinnerungen. Unsere Idee war es, ein Objekt zu gestalten, das diese Erinnerungen bewahrt – die an besondere Momente ebenso wie an alltägliche. Mit dem modularen System „Echo Cell“ lassen sie sich sammeln und dauerhaft erhalten – in Form von Stimmen, Musik oder Geräuschen aus unserer Umgebung. Jedes Modul hat vier Ausgänge, die als Mikrofon, Kopfhörer, Ladeanschluss und Regler dienen.
Als Einzelelement genutzt kann man eine ausgewählte akustische Aufnahme überall mit sich herumtragen. Aus mehreren Modulen entsteht eine persönliche Komposition klangvoller Erinnerungen. In einem pyramidenförmigen Behälter lassen sich die kostbaren Momente sicher aufheben.

 

Klangkörper | Niklas Böll, Lucie De Freitas

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Klangkörper
In Zusammenarbeit mit Christian Dior Couture – Sennheiser

Es sind spezielle Momente, wenn ein feiner Stoff unseren Körper berührt oder ein Wohlklang unser Ohr erreicht. Das Projekt „Klangkörper“ erforscht den menschlichen Leib und nutzt ihn als organischen Verstärker für ein vollendetes Klangerlebnis: Ein Objekt aus Messing stellt eine Brücke zwischen Körperteile her, deren Knochenpartien Vibrationen gut weiterleiten.
Sobald man den Verbindungsstab aus Messing mit einer Stimmgabel anschlägt, entsteht ein Klang, dessen Schallwellen im Körper weiterschwingen. Auf diese Weise kann man Töne nicht nur hören, sondern ganzheitlich fühlen und erfahren.

The Sound of Those Gracious Movements To Deny Reality | Katerina Ivanova, Sarah Derouault

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The Sound of Those Gracious Movements To Deny Reality

In Zusammenarbeit mit Christian Dior Couture – Sennheiser

Die Jagd nach dem Bild des idealen Menschen ist endlos. Ebenso die Suche der Luxusmarken dies in entsprechenden Fantasiewelten zu verkörpern. Schönheitsideale unterliegen einem stetigen Wandel. Modeschöpfer der 1960er Jahre stilisierten Models, ihre Kleidung und sogar ihre Gesten zu einem artifiziellen Frauenideal. Sie verdrehten Körper zu eleganten aber übertrieben unnatürlichen Posen.
Das Projekt „The Movement of Sound“ untersucht diese modischen Inszenierungen im Zusammenspiel von Gewand, Sound und Raum: Models tragen Haarbänder und Kleidung, die mit spitzen Metallpins besetzt sind. Sie tanzen in einem Raum aus Papierschleifen und stellen dabei die Posen früherer Mannequins dar. Gesten, und Bewegungen werden transformiert in akustisch verstärkte Geräusche.

Pulse | Dominik Annies, Sabine Miachon

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Pulse

In Zusammenarbeit mit Christian Dior Couture – Sennheiser

Bei unserem Objekt „Pulse“ geht es darum, das Unsichtbare mit dem Sichtbaren zu verbinden. Es ist ein Schmuckstück, das dem Auge normalerweise unzugängliche Wahrnehmungen über andere Körperfunktionen visuell erschließt. Ein Collier, dessen gläsernes Hauptelement mit einer blauen Flüssigkeit gefüllt ist, macht Klänge sichtbar:
Unter dem Glaskörper befindet sich ein Lautsprecher, der den menschlichen Puls, der an der Rückseite der Halskette gemessen wird, in Basstöne übersetzt. Diese bringen die Flüssigkeit zum Schwingen und lassen sie rhythmisch pulsieren. So werden Töne und ihre Schwingungen zum optischen Erlebnis.

Meditatio | Antonia Schreiter, Barbara Roussel

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Meditatio

In Zusamenarbeit mit Christian Dior Couture – Sennheiser

Wir leben in einer Gesellschaft, die von Stress und Eile geprägt ist. Als Rückzugsort auf Zeit kann ein persönlicher Mikrokosmos dienen:  Beispielsweise ein Umhang mit gepolsterter Kapuze, die sich nahezu schließen lässt oder ein gedämmter Raum, in den kaum Außengeräusche dringen. Solche Objekte schirmen uns von der hektischen und lauten Umgebung ab, damit wir auf uns selbst hören und unsere innere Ruhe finden.
Dadurch entsteht ein wertvoller Moment, in dem wir uns auf unseren Atem und Pulsschlag besinnen. So können wir uns für eine kurze Weile von der Außenwelt ausklinken.

Eidos | Phuong Anh Le, Lisa Masse

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Eidos

In Zusammenarbeit mit Saint-Louis – Leica Camera

Fotografien fangen einen bestimmten Moment ein und halten ihn fest für die Ewigkeit. In der analogen Fotografie markierte die Belichtung von Film den Ursprung eines Bildes, mit dem ein Augenblick unsterblich wird. „Eidos“ ist eine Schmuckserie, die besondere Ereignisse sowie die Atmosphäre eines Moments in den Fokus stellt. Dias, die persönliche Momentaufnahmen zeigen, werden mit edlem Kristallglas und Silberfassungen zu Ringen, Anhängern und Ohrringen verarbeitet.
Dieser individuelle Schmuck lässt uns wertvolle Erinnerungen und spezielle Zeitpunkte wieder erleben und eröffnet zugleich neue Perspektiven durch den Einfluss von Bewegung und Licht auf das transparente Material. Er lässt uns träumen und dem Alltag für eine Weile entfliehen.

Arrangements | Gabriela Rocha, Lina Chi

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Arrangements

In Zusammenarbeit mit Saint-Louis – Leica Camera

Schmelzendes Eis steht bei unserem Projekt als Metapher für das Vergängliche, der Spiegel – als Teil eines Fotoapparats – für Dauer und Beständigkeit. Unterschiedliche Eiselemente wurden durch Reflexionen mit zwei Spiegeln zu einer symmetrischen Komposition ergänzt. Die so entstandene Ornamentik erinnert an wertvolle Kristallglasschalen auf einem sorgsam gedeckten Tisch.
Mit der Kamera haben wir diese zeitlich begrenzten Arrangements im Bild für immer festgehalten. Unsere Fotoreihe offenbart die bleibende Schönheit vergänglicher Dinge und die ständige Suche nach Perfektion im Unvollkommenen.

Rememberance of Things Past | Erik Vogler, Maïalen Deslandres

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Rememberance of Things Past

In Zusammenarbeit mit Saint-Louis – Leica Camera

Unsere Persönlichkeit beruht auf Erfahrungen, die wir machen, hängt an Orten, die wir besuchen und bezieht sich auf Menschen, die wir treffen. Erinnerungen zu bewahren ist der Versuch, wichtige Details unseres Lebens nicht zu vergessen. Wir haben die Freiheit eine persönliche Geschichte zu erzählen. Wir entscheiden, wer wir sein wollen und wie wir in Erinnerung bleiben möchten. Heutige Technologie macht es möglich, unsere Erinnerungen in einer öffentlich zugänglichen Cloud aufzuheben.
Im Gegensatz dazu kann man in dem Objekt „Rememberance of Things Past“ Erinnerungsstücke auf sehr private Weise sammeln und speichern: Eine Kugel aus Kristallglas, halb Dekor, halb Präzisionsobjekt, wird gefüllt mit persönlichen Fragmenten der Erinnerung zu einer schmückenden Zeitkapsel.

Memoiré | Daniel Theis, Cyril Robillard Saint-Louis

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Memoiré

In Zusammenarbeit mit Saint-Louis – Leica Camera

Ein Moment ist etwas Besonderes. Ereignisse, von denen wir uns angezogen fühlen, dauern oft nur einen kurzen Augenblick. Manches wollen wir gleich wieder vergessen, anderes für immer bewahren. Es gibt Eindrücke, die unser Leben verändern können, einige sind so flüchtig, dass nur ein Gefühl zurück bleibt, nicht aber die Erinnerung daran, was geschehen ist. „Memoiré“ erlaubt es uns, einen wertvollen Moment festzuhalten und immer wieder zu erleben:
Eingebettet in einer Kristallglas-Skulptur mit Prismen, Reflexionen und speziellen Schnitten, wird ein dreidimensionales Hologramm zur dauerhaften Momentaufnahme. Das Bild verändert sich mit der Perspektive des Betrachters und regt an zur Reflexion über uns selbst und über Momente, die wir erlebt haben.

 

Equilibrium | Ronja Kösters, Julie Eymery

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Equilibrium

Edition de Parfums Frédéric Malle – Glashütte Original

Das Projekt „Equilibrium“ schafft sensorische Erlebnisse durch farbiges Licht und chromatische Effekte. In der Mitte eines Raumgebildes mit Kuppel aus poliertem Glas ist eine Mechanik installiert, die an ein Uhrwerk erinnert.
Angetrieben wird sie von unterschiedlich großen Zahnrädern, die farbige Plexiglasscheiben in Bewegung setzen. Diese Scheiben sind hinterleuchtet, so dass immer wieder neue Farbkombinationen an die Kuppeldecke projiziert werden.
Der Besucher lenkt das experimentelle Lichtspiel selbst, indem er Farbscheiben auswählt und austauscht. Die Installation stellt eine besondere Verbindung her zwischen Person, Objekt und der selbst gesteuerten poetischen Atmosphäre.

CH-ORO | Richard Lennox Krause, Pauline Delamare

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CH-ORO

Edition de Parfums Frédéric Malle – Glashütte Original

Bewegung und Zeit sind untrennbare Aspekte des Lebens. Ohne Bewegung ist Zeit nicht vorstellbar und umgekehrt. Koordinierte raum-zeitliche Abläufe sind bei Uhrwerken wie bei Parfüms von Gewicht. Um Minuten, Stunden oder Tage darzustellen, bedarf es einer präzisen Mechanik, zusammengesetzt aus einer Vielzahl von Komponenten. Manche Noten eines Duftes entfalten sich erst, nachdem sich Moleküle des Parfüms im Raum verteilt haben. Dies erfolgt nach Regeln, die der sichtbaren Wahrnehmung verborgen bleiben.
Die kinetische Komposition „CH-ORO“ macht beide Prozesse symbolisch sichtbar. Sie besteht aus einer zylindrischen Säule, an der Metallarme mit Kugeln und Scheiben befestigt sind, die sich um ein Zentrum drehen. Die Kugeln symbolisieren die molekulare Zusammensetzung edler Parfums, die mechanische Bewegung steht für die Präzision eines Uhrwerks.

 

Leve | Juliette Schmidt, Lucile Cahierre

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Leve

In Zusammenarbeit mit Edition de Parfums Frédéric Malle – Glashütte Original

Emotionen entstehen durch Farben, Strukturen und Bewegung. Ähnlich dem Mechanismus eines Uhrwerks besteht das kinetische Objekt „Leve“ aus verschiedenen Elementen, die sich in einem festgelegten Rhythmus bewegen. Auf einer Achse lagern übereinander farbige Polfilter aus Spezialglas mit gelaserten Linien, die von einem Motor angetrieben werden.
Durch die ständige Bewegung entwickeln sich Formen, Farben und eine veränderte Zeiterfahreng. Das Objekt spielt mit synästhetischen Mitteln, verändert unsere Wahrnehmung und erzeugt positive Gefühle. Durch das atmosphärische Licht kann sich der Betrachter auf Gedanken oder Erinnerungsmomente konzentrieren, ohne abgelenkt zu sein.

Translation | Julian Ribler, Emmanuelle Beaumont

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Translation

In Zusammenarbeit mit Edition de Parfums Frédéric Malle – Glashütte Original

Zu Beginn des Projekts haben wir zwei grundsätzlich verschiedene Vorgänge definiert: einen unsichtbaren und einen, den man präzise bis ins Detail verfolgen kann. Die kontrollierte Mechanik von „Translation“ wird in eine unkontrollierte Geste übersetzt und zeigt, wie sich Parfüm von der Duftquelle aus im Raum ausbreitet. Ein Messingpendel, geläufig aus dem Uhrmacherhandwerk, wird durch einen Motor in Gang gesetzt.
Ein am Pendel befestigter Arm bewegt sich nach außen, trifft auf einen Kosmetikpinsel an der Basis des Objekts. Der Pinsel enthält losen Kohlestaub, der durch die Berührung mit dem Pendelarm aufgewirbelt wird. Dieser Vorgang wiederholt sich und mit der Zeit entsteht ein Kohlebild, das die diffuse Art der Verteilung ephemerer Stoffe sichtbar macht.

The Dinner | Liselotte Bramstång, Lucas Brunon

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The Dinner

Champagne Krug & Gaggenau

Inspirationen für das Projekt waren einerseits der Lebensstil vergangener Jahrzehnte, etwa mit Dinnerpartys und Kostümen von Tänzerinnen der 1920er Jahre und andererseits die Ästhetik hochwertiger Hausgeräte, die heute selbstverständlicher Bestandteil luxuriöser Wohnräume geworden sind. Inszeniert wird ein Paar aus Frau und Mann mit jeweils eigenen schmückenden Accessoires.
Bunte Perlen werden – zum Teil als Ohrschmuck, zum Teil mit über der Kleidung getragenen Dessous – zum expressiven Ausdruck eines neuen Stils. An der Bekleidung des Mannes finden sich kalte Materialien wie etwa Stahl. Als Display der Perlengebilde dienen Objekte, deren Ästhetik an die Oberflächen hochwertiger Hausgeräte erinnert.

Hyaline | Jonathan Ihm, Juliette Minne

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Hyaline

In Zusammenarbeit mit Champagne Krug & Gaggenau

Feierliche Dinners, Verkostungen oder Konzerte stimulieren die Sinne, wenn man sich Zeit zum Genießen nimmt. „Hyaline“ ist ein Objekt, das diesen Effekt verstärkt: Zu Beginn beleuchtet ein gedämpftes Licht die Szenerie, im Laufe des Abends wird es immer heller. Die Leuchte besteht aus doppelwandigem Glas. Den Raum zwischen den beiden Glaskörpern füllt eine Wachsschicht, die von einer Glühbirne langsam erhitzt wird.
Mit zunehmender Temperatur schmilzt das Wachs, es wird transparent und gibt mehr Licht frei – die Leuchtkraft reift wie ein guter Champagner. So verändert sich die Wahrnehmung während des Essens, je länger es dauert, desto mehr und genauer treten Details der Umgebung hervor.

SEN.CE | Filippo Bonamici, Clémence Martina

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SEN.CE

In Zusammenarbeit mit Champagne Krug & Gaggenau

Die interaktive Installation ist für Firmenevents konzipiert. Sie spielt mit den Sinnen, regt an zum sensorischen Experiment mit konträren haptischen Erfahrungen. Gleichzeitig werden Ohr, Auge und Tastsinn angesprochen, sobald man einen langen, tunnelförmigen Raum betritt. Befestigt an einem Baldachin hängen reihenweise Ketten und Schnüre herab. Beim Durchschreiten berühren diese einen Teil des Körpers.
Zunächst nimmt man die kühlen und schweren Ketten aus Edelstahlkugeln und deren metallischen Klang wahr. Im dunklen Innenbereich spürt man die Weichheit unterschiedlich feiner Textilschnüre. Beim Hinausgehen trifft man erneut auf Metallelemente, die durch ihre Bewegung Geräusche erzeugen.

 

Presently Absent | Aïcha Abbadi, Marie Cordier

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Presently Absent

In Zusammenarbeit mit Lorenz Bäumer Joaillerie – Walter Knoll

Luxus kann exzentrisch und elitär wirken. Luxus steht für handwerkliches Können, Qualität und Komfort. Für uns bedeutet Luxus vor allem private Momente für sich selbst zu haben, die innere Ruhe, Zuversicht und Ausgeglichenheit fördern. Unternehmen, die hochwertige Möbel und Schmuckstücke herstellen, setzen sich mit Gegensätzen wie dem Öffentlichen und dem Privaten, dem Sichtbaren und dem Verborgenen auseinander.
Diese Dualität haben wir in eine begehbare Installation mit drehbaren Paneelen und Accessoires umgesetzt, die jeweils eine prächtige goldene Seite und eine dezente aus dunklem Samt haben. Dies konfrontiert uns und regt zur Selbstreflexion an, entweder indem wir unser Spiegelbild erblicken oder uns mit Dunkelheit umgeben.

Turn Right! | Martina Armbrecht, Fabian Haarbeck, Julia Rölle

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Turn Right!

„Turn Right“ ist ein Fahrassistenzsystem für den Stadtverkehr. Biegt der Autofahrer nach rechts ab, kann er schnell Fahrradfahrer übersehen, die in dieser Situation Vorfahrt haben. So kommt es oft zu Unfällen. Mit Hilfe einer mehrdimensionalen Warnung unterstützt „Turn Right“ die Verkehrsteilnehmer rechtzeitig zu reagieren.
Uns war es von Anfang an wichtig nicht noch zusätzliche Elemente in das Cockpit einzubauen, da dieses bereits mit vielen Informationen beladen ist.
Innerhalb des Cockpits haben wir also den Screen, der heutzutage schon in vielen Autos vorhanden ist modifiziert. Hier können Informationen und Bedienelemente gebündelt und damit der visuelle Eindruck entlastet werden. Durch Modellbau und Testfahrten kamen wir zu der Überzeugung, dass der Bereich, der in stressigen Situationen noch wahrgenommen und gelesen werden kann sehr schmal und direkt unter der Frontscheibe ist. Daher haben wir den Screen entsprechend angepasst.
Für die beschriebene Situation haben wir zwei verschiedene visuelle Warnungen die auf dem Screen laufen entwickelt.
Beide leiten den Fokus auf den Rückspiegel. Dieser ist mittels Kameraaufnahmen in das Interface integriert, um die Sicht auf den Bereich hinter dem Auto zu vereinfachen und auch bei Regen und Schmutz ein zuverlässiges Bild über den Verkehr um einen herum zu haben.
In dem ersten Interface leitet ein roter Schatten, der über den gesamten Screen läuft, den Blick auf die rechte Rückspiegelansicht, die direkt neben dem Lenkrad platziert ist. Solange ein Fahrrad im Gefahrenbereich neben dem Auto ist, ist diese rot umrandet.
In dem zweiten Interface ist die rechte Rückspiegelansicht am rechten Rand des Screens. Von hier aus starten, sobald sich ein Fahrrad von hinten nähert, dünne Balken, die nach links über den Screen wandern. Anhand der dichte der Balken kann man ablesen wie dicht das Fahrrad bereits ist. Ähnlich einer Radaranzeige. Der Blick wandert hier zum Ursprung der Balken und somit zur rechten Seite.
Unterstrichen wird dies durch eine akustische Warnung. Während eines Abbiegevorgangs gibt es bereits den Blinkerton. „Turn Right“ nutzt diesen und erhöht bei Gefahr seine Frequenz. Auch hier gibt es also eine klare Warnung ohne ein zusätzliches Element beziehungsweise einen weiteren Warnton einzubauen. Die Warnung ist direkt an das Abbiegen gekoppelt und suggeriert dem Fahrer Vorsicht.
Ausgelöst wird die Warnung durch Sensoren, die während eines Abbiegevorgangs Fahrradfahrer detektieren. Was passiert aber, wenn diese Technik nicht greift? Was ist wenn eine parkende Autoreihe den Fahrradfahrer verdeckt oder die Sensoren aus anderen Gründen den Fahrradfahrer nicht erfassen können? Das letzte Element von „Turn Right“ befasst sich daher damit, den Fahrradfahrer zu warnen. Auch wenn dieser Vorfahrt hat, war es uns wichtig ihm zu verdeutlichen, dass er sich in einer brenzlichen Situation befindet. Daher hat „Turn Right“ eine Außenwarnung. Diese ist quasi eine Erweiterung zu dem Blinkerlicht. Parallel zu diesem wird eine blinkende Linie neben dem Auto projiziert, die das Einlenken des Autos unmittelbar auf dem Weg des Fahrrads ankündigt.

 

Jihye Kim | Shell-X

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Shell-X

Potenzial
Ausgangssituation: Als Reaktion auf die Funktionsweise des i3 Druckers basiert die Formfamilie auf der Einschränkung, dass die Modelle eine gleichbleibenden Wandstärke von etwa 0,8 mm aufweisen. Durch die Schichthöhe von 0,2mm folgt die 2. Einschränkung, nämlich ein maximaler Winkel im Vertikalschnitt von etwa 45°, damit eine Überlappung der einzelnen Schichten gewährleistet ist. Meine Formfamilie versucht sich der Einschränkungen anzunehmen und sie als Chance zu betrachten.Kleinserie: Das Produktionsverfahren des 3D Druckers bietet neben den Einschränkungen jedoch auch neue Möglichkeiten – allen voran die Erstellung von Kleinserien, in der jedes Erzeugnis unterschiedlich sein kann.  Mit Hilfe des i3 Druckers kann jeder Ausdruck eine individuelle Geometrie annehmen, ohne dass sich der der Produktionsaufwand vergrößert.

Krümmung & Stabilität
Meine Formfamilie erzeugt Stabilität durch mehrfach gekrümmte Oberflächen – ähnlich denen einer Gewölbedecke in einer Kathedrale. Diese Art der Erzeugung von Stabilität kann mit dem i3 Drucker viel schneller und einfacher umgsetzt werden als über den traditionellen Formenbau, bei dem für jedes gegossene Teil eine Form hergestellt werden muss. Beim 3D Drucker hingegen, entfällt die Herstellung einer Gussform, da die gekrümmte Geometrie direkt schichtweise gedruckt werden kann.
Im Gegensatz zur ungewölbten Flächen treten bei gewölbten Formen hauptsächlich  Druckspannungen auf. Dieses Prinzip ermöglicht es beispielsweise in der Architekur größere Räume ohne Unterstützung von Pfeilern oder anderen Hilfskonstruktionen zu überdachen.

Krümmung & Haptik
Haptische Formen  Meine Formfamilie fokussiert sich auch auf das Herstellen einer ganz speziellen Haptik. Ähnlich wie bei einer Zeltkonstruktion, bei der eine Haut über eine Skelett-Konstruktion gespannt wird, habe ich Formen generiert, bei denen sowohl scharfe Kanten entstehen als auch gekrümmte Flächenmaß sanften Übergängen. Das Fühlen und Ertasten ist  eine intensive Erfahrung, die erst die Geometrie-Erzeugung mit dem 3D Drucker ermöglicht. Ein Objekt, dass man Erforschen und Ertasten will, ähnlich wie bei einem Greifling für Kinder.

Puzzle
Ein weiterer Aspekt meiner Formenfamilie ist das nahtlose Zusammenfügen von Modulen mit gekrümmten Geometrien. Der 3D Drucker erlaubt das präzise Herstellen von Positiv- und Negativform. Die Beispiele meiner Formenfamilie zeigen, dass die unterschiedlichen Elemente genau zusammenpassen ohne das Toleranzen eingeplant werden müssen. Die verschiedenen Kombinationen der frei geformten Module lassen vielfältige Formkonfigurationen zu.

Präsentation
Ich habe untersucht, wie sich mehrfach gekrümmte Formen mit einem 3D-Drücker herstellen lassen.
Dazu habe ich eine Formfamilie gebaut. Mit diese Formfamilie habe ich viele verschiedene Eigenschaften von mehrfach gekümmten Oberflächen untersucht. An meinen Objekten habe ich festgestellt, dass die mehrfach gekrümmte Form besonders Stabil ist. Diese Art der Erzeugung von Stabilität kann mit dem 3D-Drucker besonders schnell und einfach herstellt werden, weil keinen Formenbau gebraucht wird.
Meine Formfamilie fokussiert sich auch auf das Herstellen einer besonderen Hapik. Ähnlich wie bei einer Zeltkonstruktion bei der eine Haut über eine Skelett-Konstruktion gespannt wird. Ein weiterer Aspekt meiner Formfamilie ist das nahtlose Zusammenfügen von Positiv und Negativform. Die Beispiele meiner Formfamilie zeigen, dass die unterschiedlichen Elemente genau zusammenpassen ohne das Toleranzen eingeplant werden müssen. Die verschiedenen Kombinationen der frei geformten Module lassen vilfältige Formkonfigurationen zu.

 

Ausstellungseröffnung: Dialógy SK / Slowakisches Design im Dialog

Der designtransfer der UdK lädt ein zur Ausstellungseröffnung Dialógy SK / Slowakisches Design im Dialog.

Gezeigt wird eine breite Skala von dynamischer bis preisgekrönter slowakischer Designproduktion – 75 Projekte von 25 Designern aus Grafikdesign, Typografie, Produktdesign, Transportdesign, Textildesign und Mode.

Die Ausstellung – organisiert anlässlich der slowakischen EU-Ratspräsidentschaft – wird bei designtransfer, UdK Berlin präsentiert und ist eine Station der DMY Design Spots.

Ausstellungseröffnung: Mittwoch, 1. Juni 2016, 19 Uhr im designtransfer, Einsteinufer 43

Öffnungszeiten: 1. – 15. Juni, Dienstag bis Freitag, 10 Uhr – 18 Uhr und am Wochenende vom 4. – 5. Juni, 10 Uhr – 18 Uhr

Der Eintritt ist frei. Weitere Informationen auf der designtransfer Webseite:
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Teddy-bear BaBear © Silvia Lovásová

Organisatoren: Slowakisches Design Zentrum, Ministerium für auswärtige und europäische Angelegenheiten der Slowakischen Republik, Kulturministerium der Slowakischen Republik, Botschaft der Slowakischen Republik, Slowakisches Institut in Berlin.
Wanderausstellung: Berlin, Madrid, London, Wien, Warschau, Athen.

Profession Design Vortrag: GECKELER MICHELS

GECKELER MICHELS  –  Two Minds, One Chair

Dienstag, 31. Mai, 18 Uhr
Caféteria 
in der Strasse des 17. Juni 118

Design-Absolventen der UdK Berlin geben Auskunft
und gewähren Einblick in eine facettenreiche Profession.
Wir bitten Gäste aus dem professionellen Kontext zurückzuschauen
und über ihre Erfahrungen zu sprechen: über die Ausbildung an der UdK,
Berlin als Katalysator, hilfreiche Netzwerke, Plattformen und
Partner – auf dem Weg in die großen oder das eigene Studio.
Und wir bieten damit Gelegenheit für weiterführende Fragen.

Die Vortragsreihe wird veranstaltet von Prof. Axel Kufus und Team

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GECKELER MICHELS
Das Berliner Industriedesign Studio GECKELER MICHELS wurde 2013 von David Geckeler (UdK) und Frank Michels (FHP) gegründet.

Das Designer-Duo ist angetreten, sich selbst ein Arbeitsumfeld zu schaffen, welches idealistische Entwürfe möglich macht, die gleichzeitig auch marktfähiges Potential mitbringen und internationale Reichweite entwickeln sollen.
Schon in den frühen Tagen ihres Studiums trafen sich die beiden Designer und teilten nicht nur Sympathie für einander
sondern vor allem die selbe Begeisterung für eine gemeinsame Sache.

Der Vortrag gibt anhand einer aktuellen Produktentwicklung exemplarisch Einblick in den Prozess und Werdegang eines Stuhlprojekts. Daran veranschaulicht wird die Entwicklung des Studios sowie Fragen zur Autorschaft als Designer.

www.geckelermichels.com

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WILHELM-LORCH-STIFTUNG I PREISTRÄGER 16

// Wilhelm- Lorch- Stiftung I Preisträger 2016 : Ayscha Zarina Omar und Gesine Försterling

Mit einer Gesamtsumme von 100.000 Euro fördert die Wilhelm-Lorch-Stiftung in diesem Jahr zwölf Nachwuchskräfte und drei Projekte aus der Branche. 70.000 Euro stehen für die Talente bereit, 30.000 werden an die Preisträger der Projekte ausgeschüttet.

Mit einer Gesamtsumme von 100.000 Euro fördert die Wilhelm-Lorch-Stiftung in diesem Jahr zwölf Nachwuchskräfte und drei Projekte aus der Branche. 70.000 Euro stehen für die Talente bereit, 30.000 werden an die Preisträger der Projekte ausgeschüttet.

1. Schlag: Handwerkskammer meets UdK

In der letzten vorlesungsfreien Zeit haben
drei Kurse stattgefunden, in denen die Studierenden erfolgreich den TSM 1 (Tischler-Schreiner-Maschinenlehrgang)
absolviert haben.
Nun steht die nächste Runde an.
Weitere Informationen zum Kurs und zur Anmeldung findet ihr hier


Die nächsten Lehrgänge (geplant) finden statt am:

25.07.2016 – 29.07.2016 UND VOM 01.08.2016 – 05.08.2016

Bedingung: mindestens 10, max. 12 Teilnehmer

Neben einer intensiven Einführung in die sichere Handhabung von Maschinen, berechtigt euch der Maschinenschein TSM 1  z.B. zum Arbeiten in Mietwerkstätten. Er gilt auf Lebenszeit und verfällt nicht. Somit sind die Kosten zum Erwerb des Scheins einmalig. Ihr erlangt damit eine Zusatzqualifikation im CV könnt euch entsprechend professioneller positionieren.

Kursbeschreibung der Handwerkskammer Berlin:

Wichtigste Voraussetzung für das sichere Arbeiten an Holzbearbeitungsmaschinen ist eine betriebliche Grundunterweisung.
Der sichere Umgang mit Holzbearbeitungsmaschinen erfordert umfassende Kenntnisse über die notwendigen Schutz- und Arbeitsvorrichtungen. Denn nicht die Maschinen an sich sind gefährlich. Gefährlich ist vielmehr deren Benutzung ohne diese Kenntnisse.
Ziel des Lehrgangs ist es, in einem Mix aus fachtheoretischer Schulung und fachpraktischem Unterricht die Berechtigung zur Arbeit an Holzbearbeitungsmaschinen zu erwerben.

Lehrgangsinhalte:
– Aufgaben der gesetzlichen Unfallversicherung unter besonderer Berücksichtigung des Arbeits- und Gesundheitsschutzes
– Grundbegriffe der Maschinen- und Werkzeugkunde
– Praktische Ausbildung im sicherheitsgerechten Rüsten und Bedienen von Holzbearbeitungsmaschinen, insbesondere im selbstständigen Planen und Durchführen der Arbeiten und Kontrollieren der Arbeitsergebnisse

Weitere Informationen zur Anmeldung bitte bei Ben Seidel erfragen.

 

Pli | Maja Avnat

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Pli

In diesem Projekt erforschte ich die Fertigungsmöglichkeiten des i3-Berlin 3D-Drucker in der Form eines Lampenschirmes. Die Form des Lampenschirmes eignet sich zum Drucken in einer Spirale und ermöglicht das Experimentieren mit der Oberfläche. Die Ausgangspunkte meines Prozesses waren die zylindrische Form und die Entstehung von Muster auf der Oberfläche durch das Verschieben der Schichten, inspiriert von verschiedenen Flechttechniken. Häufig haben aus PLA 3D gedruckte Objekte eine einheitliche glänzende Oberfläche. In meinem Projekt suchte ich nach andere mit dem i3-Berlin gedruckten Oberflächengestaltungsmöglichkeiten, die sich für ein großes Objekt, wie einen Lampenschirm besser eignen.
Das Ergebnis meines Prozesses sind die drei Pli Lampenschirme. Ihre matte, für PLA 3D gedruckte Objekte ungewöhnliche Oberfläche zeichnet sie aus und macht sie zu einem Produkt, das direkt vom Drucker zur Benutzung übernommen werden kann. Die komplexe Form, die detailreiche Oberfläche und die Milchigen, leicht dämmende Farbe, erzeugen eine harmonische Erscheinung der Lampenschirme, zu dritt oder einzeln.

 

Line Up | Luisa Wittkamp

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Line Up

Wenn wir etwas Neues lernen, haben wir oft den Drang, schnell ein Ergebnis sehen zu wollen. Wir stürzen los und versuchen, bis an die Grenzen unserer Fähigkeiten zu gehen, experimentieren kreuz und quer. Je komplexer, desto besser!
Genau so ging es mir beim Umgang mit Creo und dem 3D-Drucker. Meine anfänglichen Experimente waren interessant, aber alle so unterschiedlich, dass ich keine klare Richtung finden konnte. Ohne irgendwelche Gemeinsamkeiten konnte ich sie untereinander nicht vergleichen und weiterentwickeln.
Also einen Schritt zurück: Ausgehend von einer einfachen Grundform, dem Zylinder, wurde ein Parameter ausgesucht und schrittweise verändert. Die entstandenen Varianten hängen zusammen und sind vergleichbar. Von dieser Reihe wurde ein Modell zum Weiterarbeiten ausgesucht und ein zweiter Parameter verändert.
So wurde nach und nach ein Spektrum an Varianten erschaffen, das klar zu verstehen ist und untereinander vernetzt ist.
Durch schrittweise Veränderung und Kombination unterschiedlicher Parameter kann ich unendlich viele Möglichkeiten strategisch durchspielen und einordnen.
Diese Methode hilft mir, meinen Formfindungsprozess zu kontrollieren und jeden einzelnen Schritt verstehen.
Damit soll es mir in Zukunft möglichen sein auch komplexe Formen aus einer Vielzahl kleiner Modifikationen zusammen zusetzen und bewusst zu gestalten.

 

Cygo | Tim Bader, Sabrina Hämmerling, Youyuan Zhao

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Cygo

Das Projekt Cockpit als Interface, welches in Zusammenarbeit mit dem Studiengang Virtual Engineering for Indrustry (VEI) der TU durchgeführt wurde, beschäftigt sich mit der Entwicklung eines Warnsystems, welches zur Prävention von Fahrrad/Auto Kollisionen eingesetzt werden soll. Zur Überprüfung der entwickelten Systeme dient der Use-Case in welchem ein gerade aus fahrendes Fahrrad an einer Kreuzung in Fahrtrichtung an einem rechts abbiegenden PKW vorbei fährt.

Das Warnsystem sollte sowohl haptische, akustische als auch visuelle Komponenten aufweisen, welche am Ende des Projektes im Digital Cube Test Center der TU in einem virtuellen Fahrsimulator auf ihre Funktion getestet werden sollten.

Der finale Entwurf wurde im DCTC installiert und besteht aus dem LED Streifen, welcher im Prozess mit einer Abdeckung aus sandgestrahltem Acrylglas versehen wurde um eine visuelle Uniformität der einzelnen LEDs zu schaffen.

Die Zweite Komponente ist das akustische Signal welches durch einen eingbauten Lautsprecher ausgegeben wird, sowie dem haptischen Signal, integriert in einen Sitzprototypen, der in den Simulator eingepasst wurde.

Durch das Zusammenspiel aller drei Komponenten wird eine intuitive Warnung des Fahrers erreicht, gleich ob sich schlechte Lichtverhältnisse, hoher Lautstärkepegel oder eine dicke Bekleidung die Effektivität eines einzelnen Signals schmälern würden. Damit ist das Verständnis der Warnung und dadurch das sichere Reagieren des Fahrers garantiert.

 

Chain Bow | Daniel Schult

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Chain Bow

Chain Bow ist das Resultat der Suche nach einer möglichst dezenten und unauffälligen Fahrradhalterung.
Mittels Creo 2.0 entstanden die ersten 3D Entwürfe, die mithilfe des i3 Berlin 3D Druckers realisiert wurden. Anhand der ersten Testdrucke wurde deutlich, dass das verwendete Material eine geringe Belastungsgrenze hat. Diese Erkenntnisse sind in die nachfolgenden Varianten mithilfe verschiedener Geometrie eingeflossen. Nach weiteren Testdrucken und Recherchen stieß ich auf den Kettenbogen und seine physikalischen Eigenschaften. Der endgültige Entwurf entstand unter Berücksichtigung des Kettenbogens sowie der Einbeziehung des Radius des Rades. Die daraus entstandene 3D Datei ist auf die jeweilige Radgröße und Profilbreite des Rades frei skalierbar.

Programm SS 2016

basisprojektProdukt + basisprojektMode

Einführung in den Entwurf
Modul 1, Designgrundlagen

Prof. Robert Scheipner
KM Johanna Dehio
KM Franziska Schreiber
Dorothée Warning
Silvia Schüller
LB Dipl. Des. Ivo Woijcik
+ Gäste

Start: 16.04.2015
Mo 10–17 Uhr, Di 12–18 Uhr, Mi 12 – 18 // 1. – 6. & 13. – 14. Semesterwoche

basislabor, STR, R008

Einführung in den Entwurf über zwei parallele, miteinander verbundene Basisprojekte mit den Schwerpunkten Produkt und Mode.

Beide Projekte beziehen sich auf das Motiv/die Produktgruppe „Koffer & Co.“. Diesen Bezug gilt es in einem angeleiteten Entwurfsprozeß zu definieren und zu gestalten und zwar über Recherche, Experimente, Ideenfindung, Teambesprechungen, Kolloquien, Modellversuche, Entwurfsmodelle, Dokumentation und Darstellung.

Koffer & Co. – eine Reise

Reise bedeutet verlassen des gewohnten Ortes, des Zuhauses und sich auf den Weg machen.Reise als Weg zum Ziel, Reise als Eigenwert, Reise als Kurztrip oder als Weltreise.Reise als Lust, Reise als Flucht, Reise um  zu lernen …Man reist kaum mittellos, sondern man fürt eine begrenzte Auswahl an Dingen mit sich, die man für die Reise als solche oder für das Reiseziel als notwendig oder hilfreich einschätzt: das Gepäck.Wie führen wir das Gepäck mit uns?Wie bestimmen Koffer, Taschen, Säcke etc. – eben „Koffer und Co.“ – unsere Reise und uns als Reisende(n) – und andersherum?Im 1. Abschnitt des basisprojektes sondern wir einzelne Aspekte und von „Koffer und Co.“ aus und beschäftigen uns experimentell/gestalterisch/entwerferisch damit.(3 Wochen)

Im 2. Abschnitt gestalten die Studierenden ihr individuelles Entwurfsprojekt:
Planung / Strukturierung, Fragen/Motiv/Problem/Recherche
These/Experimente/Test/Recherche/Modelle
Entwicklung und Bau eines Prototyps.
(3 Wochen).

Im 3. Abschnitt am Ende des Semesters reflektieren und dokumentieren sie das  Entwurfsprojekt und präsentieren es u.a. beim UdK-Rundgang.
(2 Wochen)

Lernziele & Kriterien

Kritische Neugier
Prüfung, Befragung, Perspektivwechsel, Horizonterweiterung

Operative Flexibilität und Vielseitigkeit
Recherche (Auswahl & Zusammenstellung von Bild-/Textmaterial),  
Annäherung duch Variantenbildung in Zeichnungen, Montagen und Modellen
Darstellungsfähigkeit

Reflexion des Themas und des Gestaltungsprozesses
Besprechungen & Gespräche – Notizen davor & danach

Selbstständigkeit
Initiative, Zielsetzung, Terminierung, Aktivierung, Selbsteinschätzung

Ergebnis Entwurf
Originalität – Idee, Ansatz, Methode, Potential
Relevanz – Benutzer, Zielgruppe, Kontext
Gestalterische Qualität – Zusammenspiel von Form, Farbe, Material, Funktion, Assoziation

Darstellung Entwurf
Editorial Design/Heft – Redaktion, Konzept, Qualität Fotos  & Texte, Layout, Print & Verarbeitung
Vortrag/Screening – was zeige ich und was sage ich dazu wie.
Ausstellen/Inszenieren (Rundgang) – adäquate Form finden & Hardware gestalten

Sammlung & Dokumentation
Alle Aspekte finden sich am Ende im ProjektOrdner zur finalen Übersicht & Beurteilung

Tools

Projektordner
gegliedert (1. – 3. Teil, siehe Lernziele & Kriterien)
Skizzen + Zeichnungen (Kopien aus dem Skizzenbuch z.B.)
Recherchebilder sortiert
Fotos eigenener Experimente, von Modellen etc.
evtl. Proben (Material, Farben …)
Stick mit Videos + Zettel (Titel, Bild, Format, Laufzeit, Datum)
Liste Arbeitstitel  (Streichliste)
Liste „Gute Fragen“
Gesprächs- & Beratungsnotizen, vorher/nacher
Kurze Projektbeschreibung
wird evtl noch modifiziert/erweitert

Skizzenbuch, optional

Besprechungen mit Lehrenden
Mindestvoraussetzung: nicht mit leeren Händen kommen
Timer mitbringen (Besprechungszeit stoppen + Anzeigen)
Immer den (gepflegten, aktualisierten) Projektordner mitbringen
Besprechung vorbereiten: welches aktuelles Material zeige ich wie?/ die wichtigste Frage formulieren/ Einteilung der Besprechungszeit vornehmen / Notizen vorab dazu machen / Notizen danach machen + Aufgabe dazu formulieren

Beratungsteams
Findet euch in definierte Beratungsteams zusammen und legt selbstständig eigene
studentische Beratungstermine fest. (siehe Aushang)
Aufteilung:
Team 1 – 6 je 4 Studierende

ELGOOG | Sophie Stanitzek

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Elgoog

Die digitalen Endgeräte sind das Eingabemedium unserer Zeit. Sie bilden die Schnittstelle zwischen der analogen und der digitalen Welt. Wenn wir in das Suchfeld einer Suchmaschine einen Begriff eingeben, wird unser Gedankengut gedeutet, vermessen und gespeichert.Die Suchmaschine kennt uns besser als unsere engsten Freunde. Weiß was wir denken, wer wir sind.
Elgoog soll stören, enervieren, manipulieren, Verwirrung stiften, Zufall hervorrufen und zu einer Meinung inspirieren.
Das Objekt nutzt man, indem es unter der Handfläche liegt, und beim Bedienen der Tastatur gegen die tippenden Finger drückt. Das „Anstoßen“ sollte sich irritierend auf den Nutzer auswirken, und steht des weiteren sinnbildlich dafür zu einem Meinungsbild „angestoßen“ zu werden, um darüber nachzudenken, was mit unserem intimsten Gedankengut geschieht, wenn wir dieses Google preisgeben.

Agar Lamp | Sachi Kogame

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Agar Lamp

The lamp reacts depending on different interactions. When you frighten the lamp, it gets scared. When you stroke it gently, it gets sleepy. This behavior of the lamp is similar to human behavior, but the material is completely different so that it creates a mysterious atmosphere.
The main part of the lamp is from agar which is a jelly-like, edible substance. Because it’s organic material, it gets bad after a few days . Consuming the lamp before it dies has a positive effect on the environment.
I’ve researched about “abiogenesis” which means that life comes out of nothing. After that I focused on behavior that is similar to life. I wanted to make a product which is not permanent. I am interested in products that are human-like which can change depending on their feelings and it can perish. We can change our point of view to products.
The Agar lamp first seems to be a product, but once you look closer you will find life in it.

 

Inside The Grid | Phillip Hainke

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Inside the Grid

Ausgehend vom Entropiebegriff entstanden die ersten Modelle und Experimente, aus denen sich letztlich mein Grundkonzept ableitet.
Entropie wird unter anderem als Maß für die Irreversibilität von Prozessen definiert [∆S].
Daraus lässt sich ableiten, dass die Entropie den Informationsgehalt eines Zustandes beschreibt. So beschäftigte ich mich mit dem Informationsgehalt von digitalisierten Objekten sowie mit dem Wandlungsgehalt der resultierenden rematerialisierten Objekte.
Mich interessierte die Digitalisierung zu Computerdaten und nachfolgende Materialisierung zu Objekten sowie die dabei stattfindende Transformation des Objektes über die reine Materialität hinaus. Es ist möglich, Objekte zu digitalisieren, doch was passiert dann mit ihrer Objektivität? Sie verschwindet ja praktisch und wird zu einer reinen Digitalität bis zu dem Zeitpunkt, an dem aus den Daten wieder etwas Neues materialisiert wird. Das Neue hat dann aber eine andere Objektivität, die auch von Digitalität geprägt ist.
Ausgehend von einem Ur-Objekt sollten verschiedene Stufen der Abstraktion erfolgen. Die hierbei entstehenden Objekte bieten eine teils bizarre Mischung zwischen vertrautem Archetyp und abstrakter Polygonwolke.
Zuerst konzentrierte ich mich auf eine Reduzierung des Objektes zu einem Grad, bei dem Form wie auch Funktion noch an das Ausgangsobjekt erinnern. Auch wenn bei dieser ersten Abstraktionsstufe die Grundform nur gering verändert wird, ist die Reduzierung der Datenmenge immens. Ausgehend von dieser ersten Reduzierung experimentierte ich, wie sich eine stärkere Reduzierung auf das Polygonnetz auswirkt.
Es ist etwas Neues entstanden, das weniger Information enthält als sein Ausgangsmaterial und doch mehr beinhaltet, als zu Beginn des Prozesses. Die entstandenen Objekte laden dazu ein, neu interpretiert zu werden. Sie bieten Raum für Hypothesen oder können Denkanstoß für eine andere Nutzung sein, ohne dabei eine klare Definition vorzugeben.

 

Pes Fungi | Milan Siegers

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Pes Fungi – Mushroom for Progress

Prototyping (Un)reality hat mich auf eine Reise von der Untersuchung des Phänomens Erosion bis zur Welt der Pilze geschickt. In meinem Projekt habe ich mich spekulativ mit Anwendungsmöglichkeiten von Myzelpilzen in der Zukunft beschäftigt.
Der von Acorpharm entwickelte Pesfungi geht eine symbiotische Verbindung mit Diabetes Typ 1- Patienten ein. Es wird dem Betroffenen ein Kit mit einem 2-Komponenten-Gel und zwei Spachteln geschickt, mit dem er den medizinischen Pilz selbst auf seinem Körper „anpflanzen“ kann.
Die Gelschicht entlang des Fußes dient als Nährboden für den Pilz. Er wird mit dem menschlichen Fußschweiß gefüttert und erlangt so Information über den Blutzuckerspiegel. Die passende Insulinmenge wird vom Pilz produziert und gelangt über das Gel in die Haut zum Fettgewebe des Diabetespatienten. Durch diesen Austausch ist der Pilz ein dauerhaft tragbares Exo-Organ welches die mangelde Funktionsfähigkeit der Bauchspeicheldrüse kompensiert.

 

 

Pro File | Marie Scheurer

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Pro File

Seit Beginn des 21. Jahrhunderts sind die sogenannten “sozialen” Netzwerke zu einem immer bedeutenderem Teil unserer Gesellschaft geworden und kaum wieder wegzudenken. Aber warum sind wir so unkritische Konsumenten? Ungehemmt geben wir Intimitäten im Internet Preis, setzen unsere Profile dem Urteil anderer Internetnutzer schutzlos aus und richten im Umkehrschluss auch ohne Gnade über Personen, deren wahres Ich wir vermutlich in keinster Weise kennen.

Wer Zugriff auf diese Daten hat sind nicht ausschließlich unsere Freunde. Bei Facebook bleibt keiner deiner Mausklicks spurlos, es wertet ihn aus und speichert die Informationen ab – ein paralleles Profil von unendlichem Volumen. Das Quartett “pro file” soll spielerisch auf dieses Thema aufmerksam machen und zum Reflektieren anregen. Es werden Kategorien verwendet, die wir aus einem Facebookprofil nicht ablesen können, das Netzwerk selber jedoch über jeden einzelnen von uns genauestens dokumentiert hat.

 

DROP | Jana Francke

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Drop

DROP ist eine bahnbrechende nanotechnologische Innovation, die neue Dimensionen der taktilen Kommunikation eröffnet.
Nanocomputer, kleiner als ein Staubkorn, verschmelzen mit deiner Haut und verändern deine Welt.
DROP schafft Erinnerungen: DROP kann deine Empfindungen aufnehmen, wiedergeben und sogar teilen!
DROP ist unsichtbar und immer an deiner Seite. Jederzeit kannst du das, was du spürst, aufbewahren! Mit DROP kannst du geliebte Momente und Berührungen unsterblich machen.
Die einzigartige Nähe zu dir macht DROP auch zu einem idealen Vermittler von Daten zur Verbraucheranalyse. Mach dich bereit für eine Welt, die für dich bereit ist!

FIBRE FUTURE | Christine Oehme

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Fibre Future

Das Projekt „fibre future“ zeigt auf, wie Pflanzenfasern in Kombination mit Stärke und Glyzerin zu einem festen, elastischen oder fragil leichtem Werkstoff verarbeitet werden können. In Hinblick auf biologisch abbaubare Elektronik, die in einigen Jahren Realität werden könnte, bietet dieses Material eine neue Möglichkeit, Oberflächen in Kombination mit Elektronik zu gestalten. Elektronische Geräte nach einer gewissen Zeit kompostieren zu können, birgt für Medizin, Wissenschaft und Verbraucher ein großes Potenzial. Im Prozess des Projektes wurde weniger auf die explizite Umsetzung der elektronischen Bestandteile, als vielmehr auf die Experimente mit dem Material Wert gelegt. Dabei sind konkret drei Objekte entstanden, die das Spektrum des Materials zeigen.

„Device I“ ist ein intelligentes Pflaster, welches unterschiedlichste Vitaldaten messen kann. Die Einbettung des medizinischen Produktes in einen organischen Kontext macht es mehr zu einem Lifestyle Gadget, welches den Benutzer nicht vom Ersten Betrachten als einen Kranken deklariert.
Das Material ist mit Stärke und Glyzerin versetzt, sodass eine Flexibilität entstanden ist.

„Device II“ ist die digitale Übersetzung des klassischen analogen Geburtstagsrituals – mündliche Glückwünsche und ein Strauß Blumen. Das Device kann eine Sprachnachricht speichern und für einen kurzen Zeitraum wiedergeben. Durch die im Material eingearbeiteten Samen sprießt aus dem Device, nachdem es eingetopft wurde, eine neue Pflanze.
Die Biomasse wurde ohne Zusätze in eine rechteckige Form gebracht und ist nach der Trocknung ein sehr leichtes, fragiles Teil.

Device III“  misst die Luftgüte, sprich CO2 Gehalt, und gibt akustische Bedenken ab, um so den Schaden für Wohnobjekt und Bewohner zu minimieren. Jeder sechste Haushalt hat mit Schimmel in der Wohnung zu kämpfen, welches nicht immer nur durch die Bausubstanz, sondern auch durch falsche oder nicht existierende Lüftungsgewohnheiten hervorgerufen wird.
Der Biomasse wurde Stärke beigemischt, sodass sie nach der Trocknung zu einem sehr festen, spröden und leichtem Material geworden ist.

Fotos:  © Manuel Meinhardt.

 

 

TRANSMEMO | Charlotte Marabito

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Transmemo

Transmemo ist ein Lifestyle-Produkt, welches dem User/-in ermöglicht, seine/ihre glücklichsten Momente per Knopfdruck zu speichern und wieder abzuspielen. Dies geschieht mit Hilfe eines in der Amygdala implantierten Mikrochips, der diese durch Stimulation dazu bringt, Neurotransmitter auszuschütten. In einer digitalen Bibliothek werden alle gespeicherten Emotionen gesammelt. Von dort aus kann der/die User/-in entscheiden, auf welche Emotionen er von unterwegs Zugriff haben möchte. Durch die Shuffle-Funktion auf dem Transmemo werden in zufälliger Reihenfolge die ausgewählten Emotionen abgespielt. So kann man in Zukunft seine glücklichsten Momente beliebig oft neu durchleben. Wie eine Art technisches Aufputschmittel wird uns Transmemo durch persönliche Glücksmomente Selbstbewusstsein verleihen und uns mit körpereigenen Glückshormonen Kraft und Motivation schenken.

Fotos:  © Manuel Meinhardt.

EIGENZEITMESSER | Anna Petersen

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Von Zeit zu Zeit – ein Eigenzeitmesser

Zeit ist das Herzstück sozialen Lebens – Gesellschaften organisieren ihr Leben in der Zeit und bilden Rhytmen heraus, die dann einheitlich als Rahmen aller zeitlichen Aktivitäten auferlegt werden. Wir nehmen diese Zeitwerte als selbstverständlich hin, ohne jemals innezuhalten und zu bedenken, welche entscheidene Rolle sie in der Definition der sozialen Ordnung spielen. Stattdessen ist die Uhr so verinnerlicht worden, dass es unser ganzes Denken und Handeln bestimmt. Der alte Rhytmus der Natur wird durch unsere zeitlichen Vorstellungen verdrängt, in der Hoffnung, die Zeit in unsere Gewalt zu bringen.
Inwieweit kann man man seinen Rhytmus selbst bestimmen? Wieviel Kontrolle hat man über die eigene Zeit? Unser individuelles Tempo ist nicht automatisch gut oder schlecht. Es ist unsere persönliche Angelegenheit, was wir mit der Zeit anfangen.
Daraus ist zum einen ein Kalender entstanden, welcher anhand eines Jahres darstellt wie lange es seit der Entstehung der Erde gedauert hat bis die heutige Uhr, die wir benutzen, entstanden ist. Kalender sind mitunter einer der ältesten Zeitmessmethoden.

Zum anderen kann man mit dem Eigenzeitmesser (EZM) zwei verschiedene Zeiten ablesen. Zum einen die koordinierte Weltzeit (UTC) und zum anderen eine regulierbare Eigenzeit. Zuerst laufen die beiden Zeiten synchron, durch verdrehen der beiden Teile, kann man diese gegen einander verschieben. Dadurch kann man seinen eignen Zeitrhytmus finden und einstellen. Der kleine, glänzende Teil bleibt immer im Takt der Weltzeit und veranschaulicht dies durch zwei im sekundentakt blinkende Punkte.
Die Eigenzeit im linken Teil wird visuell und auditiv dargestellt. So kann man aus dem vorgeschriebenen Takt ausbrechen und in seiner eigenen Zeitempfindung leben.
Mit dem entstandenen Objekt kann man synchron oder asynchron zur koordinierten Weltzeit (UTC) und damit zu unserer Gesellschaft ticken.

Fotos:  © Manuel Meinhardt.

 

DARK MATTER SOUND GENERATOR | Isak Han

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Dark Matter Sound Generator
 
Im Universum gibt es noch viele Geheimnisse. Beispielsweise “Dark Matter”. Man vermutet, dass diese dunkle Materie überall im Universum besteht.
Aber die Wissenschaft konnte noch nicht beweisen, dass sie exisitiert, und aus was genau sie besteht.

Einer der wichtigsten Hinweise für die vermutliche Existenz von “Dark Matter” ist der Gravitationslinseneffekt. Als Gravitationslinseneffekt wird in der Astronomie die Ablenkung von Licht durch schwere Massen bezeichnet. Man kann den Effekt mit dem Hubble Space Telescope erkennen.

Mit bloßem Auge kann man diesen Effekt von der Erde aus nicht sehen. Das Unterteil eines Weinglases verursacht eine ähnliche Lichtkrümmung, die dem Gravitationslinseneffekt sehr nahe kommt. Diese Methode der Lichtkrümmung nutzt der Dark Matter Sound Generator, um sich einem möglichen Klang von dunkler Materie anzunähern.